Gefährliche Ruinen

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Christian Winter steht vor den einsturzgefährdeten Lagerhallen an der Kieler Straße Fotos: fnf

Lagerhallen an der Kieler Straße sind einsturzgefährdet

Von Finn Fischer
Trittau. Die meisten Scheiben sind eingeschlagen, das Dach ist zu einem großen Teil eingebrochen und die Mauern bekommen Risse: Die Lager- und Fabrikhallen auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände an der Kieler Straße sind in einem besorgniserregenden Zustand.
„Der Betrieb hier muss schon sehr lange geschlossen sein. Ich war hier schon als Kind unterwegs, das ist sicher schon 20 Jahre her“, sagt Christian Winter, der bis vor kurzem dem SPD-Vorstand angehörte. Schon länger hat der Trittauer den Verfall des Geländes im Blick. Bei der letzten Gemeindevertretersitzung äußerte sich Winter besorgt über den voranschreitenden Verfall der Gebäude und die damit verbundenen Gefahren. „Hier ist gar nichts bewacht. Es gibt zwar Schilder, die das Betreten des Geländes verbieten, und mittlerweile auch einen Zaun, aber das hält Kinder nicht davon ab, das Gelände zu betreten. Von so einer Ruine geht einfach eine starke Anziehungskraft aus“, sagt Winter. Bei dem Zustand der Gebäude ist es nur eine Frage der Zeit, bis etwas passiert. Sehr problematisch ist auch der Zustand des Hauses am südlichen Rand des Geländes an dem Verbindungsweg zwischen Kieler- und Waldstraße. „Da ist mir vor einiger Zeit ein breiter Riss in dem Mauerwerk aufgefallen“, so Winter. „Optisch ist das ein Schandfleck direkt am Ortseingang.“
Eigentlich ist auf dem Grundstück des ehemaligen Feuerwerk-Herstellers „Nico“ ein Wohngebiet angedacht. Ein entsprechender Bebauungsplan existiert schon seit längerem. Von Anstrengungen seitens des Besitzers, mit den Vorbereitungen zu beginnen, ist bislang noch nichts zu sehen, bemängelt Winter.
Mittlerweile haben Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung das Gelände und die Hallen in Augenschein genommen. „Zur Waldstraße hin ist die Zaunanlage an mehreren Stellen offen, so dass der Zugang zu dem Grundstück leicht ist“, heißt es seitens der Verwaltung. Es sei offensichtlich, dass sich Personen, wahrscheinlich Kinder, auf dem Grundstück aufgehalten haben. Insbesondere von dem Gebäude bei dem das Dach zum großen Teil, aber auch nicht vollständig eingefallen ist, und der Zugang in das Gebäude leicht möglich ist, gehen Gefahren aus. Nun soll der Eigentümer zur Absicherung des Geländes gehört werden. Gegebenenfalls soll ein weitergehendes Verwaltungsverfahren zur Gefahrenabwehr eingeleitet werden.
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