Geldsegen für Gemeinden

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Guter Jahresabschluss: Landrat Klaus Plöger (4. v. l.) und Fraktionsführer des Kreistages Foto: Fischer

Kreis zahlt Erhöhung der Kreisumlage zurück. 16,50 Euro pro Stormarner

Von Finn Fischer
Bad Oldesloe
Beim Durchstöbern alter Klamotten hin und wieder einen Zehn-Euro-Schein zu finden, kommt vor. 8,7 Millionen Euro kommen da schon seltener zusammen. Dieser Überschuss ergab sich aus der Jahresabrechnung des Kreises Stormarn.

Fachbereiche blieben unter Budgetgrenze


Noch im Herbst hatte die Kreisverwaltung mit einem Überschuss von rund sechs Millionen Euro gerechnet. Stattdessen waren es ganze 14.7 Millionen! Grund für den Geldsegen: Die Kreisumlage wurde erhöht, Städte und Gemeinden mussten dem Kreis daher zusammengerechnet rund 3,856 Millionen Euro mehr überweisen. Außerdem blieben viele Fachbereiche unter ihrem kalkulierten Budget. „Es ist eine Vielzahl von einzelnen Posten, die sich unter dem Strich auf diese Summe addieren“, so Kreiskämmerin Christiane Maas. Die Gemeinden können sich nun über die Rückzahlung der erhöhten Kreisumlage freuen. Das sind rund 16.50 Euro pro Einwohner. „Wir lösen unser Versprechen schneller ein, als so manch einer gedacht hätte“, sagt Joachim Wagner (CDU). So wird die Kreisumlage nun nach untern korrigiert. „Wir senken die Kreisumlage um 1,5 Prozentpunkte auf ihren alten Satz von 34,5 Prozent“, so Landrat Klaus Plöger.

Schuldenabbau


Beispiel: Für die Kreisstadt Bad Oldesloe mit rund 25.000 Einwohnern ergibt sich eine Summe von 412.000 Euro, mit denen man eigentlich nicht mehr gerechnet hatte. Die Erhöhung der Kreisumlage war im Vorfeld durchaus kritisch gesehen, waren doch die Abschlüsse des Kreises regelmäßig bis zu zehn Millionen Euro besser ausgefallen, als gedacht. Die Erhöhung der Kreisumlage wäre nicht nötig gewesen. „Die Zurückführung auf den alten Stand bedeutet eine Entlastung der Gemeinden“, so Heidi Beutin (Die Linke). „Die Hauptsache ist, dass wir einen positiven und keinen negativen Abschluss haben“, so Karl-Reinhold Wurch (FDP).
Die Gemeinden können über das Geld frei verfügen. Plöger: „Die ein oder andere Gemeinde kann die Rückzahlung vielleicht zum Schuldenabbau verwenden.“
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