Gemeinsame Sache

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Jürgen Engfer (v.l.), Dr. Hennings Görtz, Andrea Nielsen, Holger Weber und Andreas Gerckens beim ersten Spatenstich.Foto: cs

Bei Abwasserentsorgung rücken Gemeinden zusammen

Von Christina Schlie
Bargfeld-Stegen. Bislang lief alles nach Plan, und wenn dies so bleibt, dann wird zum 1. Januar 2013 die Gemeinde an das Klärwerk Bargteheide angeschlossen sein.
Mit dem ersten Spatenstich eröffneten Vertreter der Stadt Bargteheide, des Amtes Bargteheide-Land, der Gemeinde Bargfeld-Stegen, des Heinrich-Sengelmann-Krankenhauses sowie der Abwasserentsorgung Bargteheide die Bauarbeiten für die neun Kilometer lange Abwasserdruckvorlage.
Erst Anfang diesen Jahres wurden die dazu nötigen Verträge unterschrieben. „Unser Klärwerk ist in die Jahre gekommen, umfangreiche Modernisierungsarbeiten wären nötig gewesen, da mussten wir handeln“, so Bargfeld-Stegens Bürgermeister Andreas Gerckens.
Nachdem eine eigenständige Sanierung aus Kostengründen nicht in Frage kam, standen zwei Optionen zur Debatte. Ein Anschluss an das Hamburger Abwassersystem oder eine Verbindung nach Bargteheide. Schnell wurde man sich mit der Nachbarstadt einig.
„Mit dem Bau der neuen Druckleitung kommt es zu einer Win-Win-Situation für alle Beteiligten“, betonte auch Bürgermeister Dr. Henning Görzt, der in der Rolle des Aufsichtsratsvorsitzenden der ABaG vor Ort war. Die knapp 3.000 Einwohner starke Gemeinde Bargfeld-Stegen reduziert die Baukosten um die Hälfte auf 1,4 Millionen Euro. Durch die Fusion kann das Klärwerk mit der zusätzlichen Abwassermenge seine Gebühren stabil halten.
„Bei einem Klärwerk schlagen gerade die hohen Fixkosten immer zu Buche“, erklärt Görtz. Mit dieser Variante kann man Bargfeld-Stegen für die kommenden drei bis vier Generationen Entsorgungssicherheit garantieren, versprach Gerckens.
Gebaut wird nun eine Druckrohrleitung mit einem Durchmesser von 110 bis 180 Millimetern sowie zwei Pumpen beginnend am Heinrich-Sengelmann-Krankenhaus zwei Kilometer bis zur alten Kläranlage, von dort über eine weitere Abwasserpumpe sieben Kilometer nach Bargteheide. Dadurch, dass die Jersbeker Allee als Denkmalgeschütz gilt, werden die Rohre im Bogen darum verlegt.
„Wir haben uns für ein größtenteils geschlossenes System entschieden, um eine Geruchsbelästigung für die Anwohner zu vermeiden“, so Holger Weber von der ABaG. Die vorhandenen Kläranlagen im Heinrich-Sengelmann-Krankenhaus und Im Weden werden nach dem Umschalten im kommenden Jahr außer Betrieb genommen und zurück gebaut.
Die Gemeinde Bargfeld-Stegen verpflichtet sich, auf knapp 2000 Quadratmetern Ausgleichsfläche zu schaffen. Nach Fertigstellung der Druckleitung wird der gesamte technische Betriebsablauf von der Kläranlage Bargteheide gesteuert und verwaltet. Ein klimafreundliches, zukunftsorientiertes Gemeinschaftsprojekt. (cs)
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