Gemeinsame Sache

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Henning Görtz (v.l.) Siegfried Sass und Andreas Gerckens freuen sich über die Zusammenarbeit. Die Gemeinden planen künftig weitere Kooperationsprojekte. Foto: cs

Stadt und Umland nutzen ab sofort dieselbe Kläranlage

Von Christina Schlie
Bargfeld-Stegen. „Wirtschaftlich und terminlich haben wir den Rahmen eingehalten“, mit diesen Worten eröffnete Holger Weber, einer der Geschäftsführer der Abwasserentsorgung Bargteheide (ABaG) die Inbetriebnahme der Abwasser-Druckrohrleitung in Bargfeld-Stegen.
Damit fließt nun ab sofort das Abwasser aus Bargfeld-Stegen und dem Heinrich-Sengelmann-Krankenhaus durch eine neun Kilometer lange Rohrleitung in das Klärwerk Bargteheide. Notwendig geworden waren die Baumaßnahmen, da die alten Klärwerke in Bargfeld-Stegen und am Heinrich-Sengelmann-Krankenhaus sanierungsbedürftig waren.
„Ein knappes halbes Jahr nach dem ersten Spatenstich können wir diese Maßnahme erfolgreich abschließen“, freute sich auch Bargteheides Bürgermeister und ABaG-Aufsichtsrat Dr. Henning Görtz. „Ein gutes Projekt, mit vielen Vorteilen für alle Beteiligten.“ So könne die Auslastung des Klärwerks Bargteheide um zehn Prozent verbessert werden und man würde wirtschaftlicher arbeiten. Mit Bargfeld-Stegen als neuem Gesellschafter der ABaG können auch die Kosten unter mehreren Nutzern geteilt werden, was sich positiv auf die Abwassergebühren für die Bevölkerung auswirken wird. Für Bargfeld-Stegen bedeutet der Anschluss Entsorgungssicherheit für die kommenden Jahre. „Die ABaG ist ein starker und kompetenter Partner“, so Bargfelds Bürgermeister Andreas Gerckens.
Dass dieses Projekt so zustande kommen sollte, daran zweifelte Andreas Gerckens zunächst. Ein Anschluss an das Klärwerk Bargteheide sei für ihn damals „die unwahrscheinlichste Variante“ gewesen, da auch die denkmalgeschützte Jersbeker Allee ein Hindernis darstellte. Im Gespräch waren noch eine Anbindung an das Netz von Hamburg Wasser oder die Sanierung des vorhandenen Klärwerks. Doch beide Varianten wären teurer geworden.
Trotz zahlreicher politischer und fachlicher Instanzen konnte das 1,2 Millionen teure Projekt in Rekordzeit realisiert werden. „Wir müssen uns nun keine Gedanken mehr um unser Abwasser machen“, so Gerckens. In den folgenden Monaten steht der Rückbau der Anlage an. Die daraus gewonnene freie Fläche soll als Naherholung für die Öffentlichkeit gestaltet werden, so der Plan des Bürgermeisters. „Das positive Umsetzen eines solchen Projekts könnte Anstoß sein, für Stadt und Land in Zukunft noch enger zusammenzuarbeiten“, sagte Gerckens. (cs)
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