Gemeinsames Intranet für Bargteheides Schulen

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Jonathan Kinkele steht vor dem Server des Rechenzentrums, das künftig sieben Schulen miteinander vernetztFoto: cs
Bargteheide. Mit der kompletten IT-Zentralisierung aller örtlichen Schulen startet Bargteheide ein einzigartiges Pilotprojekt in Schleswig-Holstein.
„Ziel ist es, ein Netzwerk zu schaffen, das effizienter arbeitet, einen leichteren Austausch der Schulen untereinander ermöglicht und natürlich auch, um Kosten zu sparen“, erklärt IT-Fachmann Jonathan Kinkele. Aus logistischen Gründen wurde der dazu nötige Serverraum, der dem Rechenzentrum eines großen Unternehmens gleicht, im Kopernikus-Gymnasium (KGB) aufgestellt. Dort tüftelt Kinkele bereits seit Juni, um das Großprojekt so reibungslos wie möglich an den Start zu bringen.
„Wir haben diese IT-Stelle extra geschaffen, um das Projekt souverän und mit Weitblick umzusetzen“, sagte Bürgermeister Dr. Henning Görtz. „Außerdem sollen die Lehrer entlastet werden, die sich bislang größtenteils in ihrer Freizeit um den Internetauftritt ihrer Schulen gekümmert haben.“
Im ersten Schritt wurden am KGB die Server für alle sieben Schulen installiert. Ein vollklimatisierter Raum, mit allen nötigen Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet, sorgt dafür, dass die 50 Server hier reibungslos arbeiten können.
Zusätzlich wurden am Gymnasium für 18.000 Euro 34 neue Computer angeschafft, finanziert aus Eigenmitteln der Schule und mit Hilfe der Unterstützung des Schulvereins.
„Wir arbeiten hier mit modernster Technik und sorgen für einen hohen Sicherheitsstandart“, sagte Kinkele. Gerade bin ich dabei eine Selbstheilungssoftware zu entwickeln. Diese soll dafür sorgen, dass egal welcher Schüler an einem Gerät gearbeitet hat, beim nächsten Neustart alles wieder so ist wie vorgegeben. „Man glaubt gar nicht, wie kreativ die Schüler an den PCs werden“, sagt der IT-Fachmann und ehemalige Anne-Frank-Schüler. Wenn am Kopernikus-Gymnasium alles läuft, werden im nächsten Schritt die anderen Schulen am Schulzentrum miteinander vernetzt. Dabei hat Kinkele natürlich einen Blick auf die jeweiligen Bedürfnisse der Einrichtung.
„Eine Grundschule hat andere Ansprüche an ein Netzwerk als eine Gemeinschaftsschule“, weiß er. Wie die Schulen außerhalb des Schulzentrums an Netz gelangen, wird gerade erarbeitet. Was vor zwei Jahren aus der Idee von Lehrern und Elternschaft entstanden ist, hat sich zu einem Leuchtturmprojekt entwickelt. „Der Weitblick und das Komplexe dieses Projekts sorgen für Interesse bei anderen Schulen und in der Wirtschaft“, sagt Kinkele. (cs)
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