Gericht entscheidet über Schützenplatz

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Noch wird auf dem Schützenplatz nicht gebaut. Geht es nach dem Investor, soll dort ein Nahversorgungszentrum entstehen Simulation: Bartel-Langness

Anwohner hatte gegen Pläne für Nahversorgungszentrum geklagt

Von Michael Sakrzewski
Trittau. Am Donnerstag,
20. Februar, entscheidet sich mit einem Urteil des Verwaltungsgerichtes Schleswig die Zukunft des Schützenplatzes. Investor Bartels-Langness (Bela) möchte auf dem 2,7 Hektar großen Gelände ein Nahversorgungszentrum, mit Markant-Markt und Aldi-Discounter, errichten. Acht Millionen Euro will Bela investieren.
Im Januar reichte ein Anwohner eine Normenkontrollklage gegen den Bebauungsplan (B-Plan 6b) ein. „Die Gemeinde soll naturrechtliche Untersuchungen nicht korrekt bekannt gegeben haben“, erklärt Bürgermeister Walter Nussel. Per einstweiliger Anordnung wurde dem Kläger soweit Recht gegeben, dass mit dem Bau nicht begonnen werden darf, solange die Rechtslage nicht geklärt ist.
Dies ist nicht der erste Rückschlag für das Kieler Einzelhandelsunternehmen, das bereits einen famila-Markt an der Nikolaus-Otto-Straße betreibt. Die Umbauarbeiten für das Nahversorgungszentrum sollten schon nach dem letzten Schützenfest im August 2013 starten. Der Investor wollte den Schützen ihren neuen Platz bis August dieses Jahres übergeben.

Wettbewerber baut auf Grundstück nebenan

Doch dann kaufte Günter Süllau, der Betreiber des Edekamarktes an der Schulstraße, im Mai 2013 das ehemalige Meiereigelände. Auf dem 16.000 Quadratmeter großen Grundstück, das dem Schützenplatz vorgelagert ist, soll laut Plänen des Investors ein neuer Edekamarkt entstehen. Laut Süllau wird dieser 2200 Quadratmeter groß und ihm ein 500 Quadratmeter großer Getränkemarkt angeschlossen sein. Vier bis fünf Millionen Euro will Süllau investieren.
Dass der Edeka dem Markant-Markt das Wasser abgraben könnte, wird in der Analyse der innerörtlichen Marktentwicklung verdeutlicht, die die GfK Geo Marketing GmbH für die Gemeinde erstellte. Darin heißt es, die bessere Werbesichtanbindung des Edeka-Marktes, seine größere Verkaufsfläche und Sortimentsstrukturierung dürften sich nachteilig auf den Markant-Markt auswirken. „Es bleibt abzuwarten, ob der Markant-Markt hinsichtlich dieser möglichen Entwicklungen dann überhaupt errichtet wird oder später dauerhaft existieren kann“, sagte Andreas Rieper, Mitarbeiter bei GfK Geomarketing. Auch in der Gemeinde wurden die Pläne Süllaus mit dem Meiereigelände auf den Weg gebracht. Beim Planungsausschuss vergangenen Donnerstag beschlossen die Mitglieder, eine Ausweisung als Mischkerngebiet mit großflächigem Einzelhandel und eine Maximalhöhe der Gebäude von 14 Metern.
Investor Bartels-Langness will weiter bauen: „Auf jeden Fall stehen wir in den Startlöchern, um nach der Gerichtsentscheidung mit dem Bau des Markant-Marktes loszulegen“, sagt Claudia Wittfooth von Bartels-Langness.
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