Grande ist für den Winter bestens gerüstet

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Der erste Schnee fiel in diesem Jahr früh. Der Winterdienst ist dennoch gewappnet Foto: Jenjahn
 
Britta Zimmer ist die Chefin derStraßenmeisterei in Grande Foto: Jenjahn

Generalprobe für die kalte und glatte Jahreszeit verlief bei der Autobahnmeisterei gut

Von Olaf Jenjahn
Grande
Die Generalprobe ist geglückt. Der frühe Wintereinbruch in der vergangenen Woche hat die Autobahn- und Straßenmeisterei Grande vor keinerlei Probleme gestellt. „Wir sind gut auf die kalte Jahreszeit vorbereitet, der Winterdienstplan ist seit Anfang November in Kraft, Fahrzeuge, Personal und die Routen stehen bereit“, sagt Britta Zimmer, Leiterin der Autobahn- und Straßenmeisterei Grande. Allerdings schränkt Britta Zimmer ein: „Was in den Tagen an Schnee herunter gekommen ist, war fast genauso viel, wie im ganzen letzten Winter“. Wenn es das an Schnee gewesen sein sollte, könnten die Autofahrer zufrieden sein, auszugehen ist davon allerdings nicht. „Bis zum April dauert unser Winterdienst an. Über unseren Winterdienstrechner erhalten wir stündlich auch die Wetterdaten und haben die Lage im Blick“, sagt die Leiterin der Straßenmeisterei. Rund 230 Kilometer Straße und 140 Kilometer Radwege fallen in den Verantwortungsbereich der Autobahn- und Straßenmeisterei Grande. Die 50 Kilometer auf der Autobahn 24 zwischen dem Kreuz Hamburg Ost und der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern haben aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens Vorrang im Winter. Hinzu kommen jeweils 50 Kilometer Bundes- und Kreisstraßen, sowie knapp 80 Kilometer Landstraße. Das Gebiet erstreckt sich ab dem Autobahn-Kreuz Bargteheide auf der B 404 bis zur Landesgrenze nach Niedersachsen bei Geesthacht, sowie von Geesthacht bis nach Stapelfeldt, an die Landesgrenze zu Hamburg. „Der Meistereibezirk selbst ist flächenmäßig eher klein, jedoch mit einem anspruchsvollem Straßennetz und verkehrlich hochfrequentierten Straßen“, erläutert Britta Zimmer. 25 Straßenwärter sind auf den fünf Winterdienstfahrzeugen auf den Straßen unterwegs, unterstützt werden die Mitarbeiter von vier privaten Unternehmen, die mit neun Fahrzeugen bei Schneefall und (drohender) Eisglätte ausrücken. Außerdem stehen zwei Fahrzeuge für die Radwegräumung bereit. Der Beruf des Straßenwärters umfasst neben den aktuellen winterlichen Aufgaben im Übrigen auch die Unterhaltung von Brücken, Durchlässen oder Lärmschutzwänden, die Unterhaltung und Instandsetzung der Straßen und Wege, Baumkontrollen und die Unterhaltung von Gräben und Abläufen entlang der Straßen. Die Autobahn- und Straßenmeisterei Grande bildet in diesem Beruf aus und hat dafür drei Auszubildende im Betrieb. Mit gelegentlich aufkommender Kritik an der Arbeitsweise für die Straßenräumung bei Eis und Schnee, geht Britta Zimmer gelassen um: „Wir sind gut vorbereitet und ausgestattet, benötigen aber natürlich eine bestimmte Reaktionszeit“, sagt sie und weist darauf hin, dass die Straßen bei Schnee- und Eisglätte nach besten Kräften geräumt und streut werden. Eine allgemeine Räum- und Streupflicht, also eine Verpflichtung, alle Straßen überall und jederzeit zu räumen und zu streuen, besteht nicht. Ist das Einsatzgebiet einmal komplett abgestreut, wurden gut 50 Tonnen Streusalz und rund 25.000 Liter Lauge auf die Straßen gebracht. „In unserer Salzhalle lagern 600 Tonnen Salz und 90.000 Liter Lauge. In der Salzhalle Gudow sind nochmals 400 Tonnen Salz und 25.000 Liter Lauge gelagert. „Da müssen wir im Winter regelmäßig nachordern“, erzählt Britta Zimmer. Einsätze laufen nicht nur bei Schneefall ab. Auch bei Minusgraden und feuchter Witterung kann es zu gefährlichen Situationen auf den Straßen kommen. „Beispielsweise kann es auf Brücken eher zu Rutschgefahr kommen, da diese schneller auskühlen“, sagt Britta Zimmer. Die Vorbereitungen auf die diesjährige Wintersaison sind abgeschlossen, der erste größere Einsatz abgeschlossen. Die Vorräte an Salz und Laugen sind wieder aufgefüllt. Der „richtige“ Winter kann kommen, die Generalprobe verlief erfolgreich.
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