Grundstück für drei

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Noch sind die Bauhofmitarbeiter Edelbert Rissmann, (v.l.) Tobias Freitag und Jörn Maack am Bauhof bei der Feuerwerkerei beschäftigt, bald werden sie umziehen Foto: hfr

An der Carl-Zeiss-Straße könnte Bauhof-Kombi entstehen

Von Victoria Kirjuschkin
Trittau. Jetzt geht es mit den Plänen für eine Bauhof-Kombi in die heiße Phase: Die Trittauer Gemeindevertreter wollen am 25. April über die Errichtung eines gemeinsamen Bauhofes mit Lütjensee und Grönwohld beraten.
Wenn sich drei Gemeinden einen Bauhof teilen, profitieren alle davon. Das weiß auch Ulrike Stentzler, Bürgermeisterin von Lütjensee. Wenn Material und Geräte, die zur Grünpflege, Straßenerhaltung und -reinigung sowie für den Winterdienst nötig sind, an einem Ort gelagert werden, birgt das Einsparpotenziale. Auch Neuanschaffungen müssen künftig nur einmal getätigt werden. Bisher sind die kleineren Gemeinden nicht optimal ausgestattet. „Wir haben zum Beispiel keine Halle, auch Sozialräume für unsere Mitarbeiter fehlen“, sagt Stentzler. Zudem bündele eine Kooperation Fachleute. „Keiner unserer Bauhofmitarbeiter ist Schlosser, wir brauchen aber ab und zu einen.“ Auch die Lage des neues Standorts außerhalb ihrer Gemeinde hält sie nicht für problematisch. „Unsere Mitarbeiter fahren ohnehin oft nach Trittau, beispielsweise zur Abfallwirtschaft.“ Aber sie schränkt ein: „Die Kosten müssen überschaubar sein.“
Favorit der Gemeinde Trittau ist eine Fläche im Gewerbegebiet-West an der Carl-Zeiss-Straße. „Wir werden das Grundstück reservieren lassen“, bestätigt Kämmerer Jens Borchers. Dies wolle man den anderen Gemeinden vorschlagen. Zudem gibt es noch Alternativen – im Lütjenseer Ortsteil Dwerkaten eine Freifläche im Gewerbegebiet, ein unbebautes Grundstück im Trittauer Gewerbegebiet-Nord an der Otto-Hahn-Straße. Ein drittes Grundstück am Lehmbeksweg, beim Klärwerk von Lütjensee und Grönwohld, wäre ideal gewesen, doch die Landesplanungsbehörde lehnte dies ab. Da das Gelände nach dem Regionalplan des Landes ein regionaler Grünzug sei, müsse dieser von Bebauung frei gehalten werden, so Bürgermeister Walter Nussel.
Die Gemeinden Trittau, Lütjensee und Grönwohld wollen sich künftig einen Bauhof teilen. Trittau hat als größte Gemeinde nun eine Fläche ausgewählt, die für alle drei gut erreichbar ist.
Doch die kleinen Gemeinden sind noch zurückhaltend: Ralf Breisacher, Grönwohlds Bürgermeister sagt, es sei eine Kostenfrage, ob seine Gemeinde der Kooperation zustimmt. „Wir sind dem Thema gegenüber aufgeschlossen und warten ein konkretes Angebot ab, dann gehen wir in Vorberatung.“ Die Gemeindevertreter wollen Mitte Mai tagen.
In Trittau besteht dringender Handlungsbedarf: „Wir müssen ohnehin umziehen“, sagt Jens Borchers. Bislang befindet sich der Bauhof der Gemeinde an der Straße „Bei der Feuerwerkerei“ Wie die Zusammenarbeit mit den Nachbarn aussehen wird, werden die nächsten Wochen zeigen. Da Trittau die größte Kommune sein, würden sie auch einen Großteil der Kosten übernehmen. Wie der Anteil der Nachbargemeinden errechnet wird, müsse geprüft werden. Möglich sind Kalkulationen nach Einwohnerzahl oder Fläche der jeweiligen Gemeinde. „Wir warten die Kommunalwahl im Mai ab“, sagt der Kämmerer. Im Herbst sollen sich die Pläne konkretisieren. (vik)
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