„Gut für den Boden“

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Jürgen Stolze, Pächter des Mönchsteichs, steht am Ufer, wo derzeit nur Schlamm ist Foto: cy

Pächter erklärt Teich-Trockenphase

Trittau. Es ist kein schöner Ausblick, der sich Spaziergängern am Mönchsteich bietet. Auf dem 30 Hektar großen Areal ist weit und breit kein Wasser zu sehen, nur ganz viel Schlamm. „Der Mönchsteich wird derzeit trocken gelegt“, erklärt Teichpächter Jürgen Stolze. „Die Aktion begann Ende Oktober und wird vier Monate dauern.“Dann kann der See wieder mit Wasser volllaufen. Wenn es im März allerdings nicht regnet, kann sich die Mondlandschaft noch bis in den Sommer halten. Jürgen Stolze erklärt, dass der Schlamm am Boden des Gewässers mineralisiert werden muss. „Das klappt am besten, wenn er freigelegt wird.“
Dies sei eine Vorschrift des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, die Stolze umsetzen muss.

Das scheinen aber nicht alle im Ort zu wissen, zwischendurch erhält der Pächter sogar Anfeindungen von verärgerten Bürgern, die offenbar der Meinung sind, dass dies eine willkürliche Tat von ihm sei und nur kommerziellen Zwecke diene. „Die denken, das mache ich nur, weil ich dann mehr Fische ausschöpfen könnte“, sagt er. Vielmehr helfe das Ablassen des Wassers, die Verlandung des Teichs zu stoppen. Auch die intensive Bewaldung mit zahlreichen Laubbäumen um den Teich herum und der hohe Laubeintrag tragen dazu bei, dass der Schlamm am Grund des Teichs immer mehr Mineralien verliert. In einem funktionierenden Ökosystem würden sich zudem auch wieder Fischotter am Ufer des Teiches ansiedeln. Im Mönchsteich leben Hechte, Schleie und Karpfen, auch Zander und Aale, die im Herbst abgefischt werden. „Das Besondere an ihnen ist, dass sie ohne Zufütterung aufwachsen“, sagt Stolze. (cy)
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