Gute Aussichten für neue Händler in Trittau

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Auf dem alten Meiereigelände wollen sich verschiedene Lebensmittelhändler ansiedeln Foto: bm

Gemeinde billigt Studie für das alte Meiereigelände. Wassergebühren steigen

Trittau Eine neue Studie über das Potenzial für neue Händler in Trittau zeigt sich deutlich optimistisch. In der Gemeindevertretersitzung hat Andreas Brode von der Firma bulwiengesa ein von der Gemeinde Trittau beauftragtes Nahversorgungsgutachten mit Wirkungsanalyse vorgestellt. Die Studie greift den Plan auf, auf dem alten Meiereigelände Lebensmittelhändler wie Edeka und Famila anzusiedeln. Darüber hinaus kommen die Fachleute zu dem Schluss, dass es in Trittau durchaus Potenzial für weitere, beziehungsweise größere Lebensmittelversorger gibt. Nach einer Bestandsanalyse inklusive Umland geht man von 26.000 Einwohnern aus, die ein Nachfragevolumen von 76 Millionen Euro im Jahr haben. Bis zum Jahr 2020 wird mit einer Steigerung von 16 bis 17 Prozent durch die Siedlungsentwicklung gerechnet. Die Kaufkraftbindung liegt aber nur zu 84 Prozent in Trittau und zu 62 Prozent im Umland. „Abflüsse kommen durch Einkäufe in den benachbarten Großstädten“, erklärte Brode. Aber eine Steigerung auf 88 beziehungsweise 66 Prozent durch mehr Verkaufsflächen sei möglich. „Rechnerisch tragfähig“ seien mittelfristig 11.000 Quadratmeter Verkaufsfläche, aktuell sind es 8.300 Quadratmeter. Das Gutachten bestätigte weitgehend die Planungen von Politik und Verwaltung, wich allerdings in einem Punkt ab: Die Abwanderung von Aldi aus dem Zentrum in den Süden wurde nicht empfohlen. Die jetzige Unterversorgung des südlichen Teils von Trittau würde durch die Ansiedlung von Markant an der Hamburger Straße behoben. Edeka auf dem Meiereigelände und Aldi im „alten“ Edekamarkt, das ist der Vorschlag der Gutachter. Das Ortszentrum würde dadurch gestärkt und die fußläufige Erreichbarkeit erhalten. Die Gemeindevertreter billigten das Konzept, dass nun zur Grundlage der weiteren Neuordnung der Einzelhandelsflächen wird.

Wassergebühren steigen um 40 Prozent


Des Weiteren wurden mehrere Satzungsänderungen beschlossen: Die Wassergebühren werden erhöht, weil in den vergangenen Jahren ein Defizit von 240.000 Euro aufgelaufen sei. Die Verbrauchsgebühr wird von 0,66 auf 1,04 Euro pro Kubikmeter angehoben. Das bedeutet eine Erhöhung um 40 Prozent, sei aber im Vergleich zu anderen Versorgern immer noch günstig, wie die Verwaltung betonte. Zum Vergleich gab es Daten aus Stormarn (1,30 Euro), Großensee (1,65 Euro) und von Hamburg Wasser (1,71 Euro). (bm)
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