Gutes Storchenjahr

Anzeige
In Bargfeld-Stegen gibt es sechs Storchennester, insgesamt 30 Paare nisten im Kreis

Nabu: 30 Vogelpaare nisten im Kreis – so viele wie nie

Von Hans Eckart-Jaeger
Steinburg Frohe Kunde für Andreas Hack, den Storchenschutzgebietsbetreuer für den Bereich Stormarn Süd-Ost. Aus Meddewarde hatte der
Steinburger NABU-Experte vor einigen Tagen einen Telefonanruf erhalten. Dort hatte sich gerade ein Weißstorch-Paar eingenistet. Es ist das
30. in diesem Jahr in Stormarn.
„Das ist sensationell, das ist neuer Rekord“, sagte Andreas Hack, der über alle Aktivitäten der Störche im Kreis Buch führt. Seit Beginn der Aufzeichnungen 1971 ist das die höchste Anzahl von Brutpaaren. Bisher war das Jahr 2002 mit
25 Paaren der Spitzenreiter. Die Störche in Meddewarde könnten die letzten Rückkehrer für dieses Jahr sein. Während ersten Spanienheimkehrer, die nur 2.000 Kilometer zurücklegen müssen, schon Ende März gesichtet wurden, kommen die Störche, die in Ostafrika überwinterten, wegen ihrer viel längeren Strecke von bis zu 10.000 Kilometern erst später in ihrem Sommerquartier an. Schon im vergangenen Jahr zeigte sich mit 24 besetzten Stormaner Nestern, dass sich die geburtenstarken Jahrgänge der letzten vier Jahre positiv auf die geschlechtsreifen Rückkehrer auswirkte. Viele neue Nistunterlagen in Delingsdorf, Klein Schenkenberg, Rethwischfeld, Stemwarde und in Bargfeld-Stegen wurden besetzt. Dort gibt es jetzt sechs Nester mit Brutpaaren. Damit könnte Bargfeld-Stegen neben Bergenhusen bei Schleswig das zweite „Storchendorf“ in Schleswig-Holstein werden. Dafür müsste die regelmäßige Anwesenheit von mindestens fünf Brutpaaren nachgewiesen werden.
Darüber wird im Herbst beim Jahrestreffen der Storchenbetreuer entschieden.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige