„Hamburg Wasser“ für Großensee?

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Reinhard Kaulbarsch vor dem Großenseer Wasserwerk

Zulieferung günstiger als Werk zu modernisieren

Großensee. Noch erfolgt die Trinkwasserversorgung in der Gemeinde über das gemeindeeigene Wasserwerk. In Zukunft wird diese Aufgabe an einen externen Wasserlieferanten übergehen. Dafür haben die Gemeindevertreter auf ihrer letzten Sitzung vor dem Jahreswechsel mehrheitlich gestimmt.

Drei Bewerber waren im Rennen

Der Zweckverband Wasserversorgung Sandesneben, der Zweckverband Obere Bille und Hamburg Wasser standen als Bewerber in den Startlöchern. Zwei schieden zeitnah aus. Ihnen fehlen die Kapazitäten, zusätzlich noch Großensee mit Trink- und Löschwasser zu versorgen. Einzig „Hamburg Wasser“ könnte das stemmen.
Das Unternehmen betreibt bereits ein Wasserwerk am Großensee. Die neue Leitung könnte also vom Pfefferberg aus in die Sieker Straße führen. Eine Arbeitsgemeinschaft aus Mitgliedern der CDU und BfG arbeitet derzeit ein Konzept aus, was die Wasserversorgung durch einen externen Lieferanten zusätzlich kosten wird.

„Eine Erneuerung würde mindestens 500.000 Euro kosten“ Reinhard Kaulbarsch
Die Wasserversorgung einem externen Anbieter anzuvertrauen, sei für die Gemeinde günstiger als das bestehende Wasserwerk zu modernisieren, sagt Reinhard Kaulbarsch (BfG). „Eine Erneuerung des gemeindeeigenen Wasserwerkes würde mindestens 500.000 Euro kosten.“ Der Großenseer Ingenieur lebt in unmittelbarer Nachbarschaft der Anlage und kennt das Wasserwerk und seinen Zustand gut. Was viele Bürger beunruhigt ist, dass mit dem Anschluss an einen externen Versorger der Wasserpreis steigen wird. Doch de Gemeindevertreter sind sich einig, dass die Erhöhung so gering wie möglich ausfallen soll.

Bürgermeister will ausführlich prüfen

Bevor eine Entscheidung fällt, will Bürgermeister Karsten Lindemann-Eggers die Fakten daher noch einmal ausführlich prüfen. Das nehme etwas Zeit in Anspruch, sagt er. Es solle schließlich langfristig eine dauerhaft sichere und ausreichende Versorgung von Trink- und Löschwasser erreicht werden, so der Verwaltungschef. Mit einer Entscheidung ist in den nächsten Monaten zu rechnen. (fp)
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