Hilfe für 160 Flüchtlinge

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Bernd Gundlach (v.l.), Gabriele Abel und Herbert Sczech vor der Amtsverwaltung Foto: cs

Stadt und Amt Bargteheide schaffen Stelle für einen Integrationslotsen

Bargteheide. Um in Zukunft Flüchtlinge und Asylbewerber noch besser unterstützen zu können, wollen die Stadt und das Amt Bargteheide eine Anlaufstelle zur Integrationsbegleitung schaffen. Darauf einigten sich Vertreter der Verwaltungen in der vergangenen Woche. Dafür schaffen sie eine hauptamtliche Stelle in der Verwaltung.
Die Initiatoren haben bereits einen Förderantrag beim Land Schleswig-Holstein gestellt. Nun hoffen sie auf finanzielle Unterstützung aus Kiel, die verbleibenden Kosten für die Vollzeitstelle wollen sich Stadt und Land teilen.
„Ich bin optimistisch, dass die Förderung bewilligt wird. Allein mit Ehrenamtlichen ist diese Hilfestellung nicht möglich“, sagt Gleichstellungsbeauftragte Gabriele Abel. Sie hat bereits viel Erfahrungen mit Frauen aus Krisengebieten gemacht. „Wichtig für ihre Integration ist vor allem die Sprache. Gerade Frauen und Kinder können oftmals noch nicht einmal Englisch sprechen.“
Neben einer passenden Unterkunft spiele aber auch die soziale Eingliederung eine wichtige Rolle. „Gerade hier sind die ehrenamtlichen Paten gefordert, den Flüchtlingen zu helfen“, sagt Herbert Sczech, Amtsvorsteher in Bargteheide Land und appelliert an „Familien, Vereine oder Feuerwehrleute, auf die Menschen zugehen und sich zu kümmern. Werden diese Menschen integriert, gibt es auch weniger Nährboden für rechtsradikale Äußerungen.“
Erfahrungsgemäß ist die Hilfsbereitschaft in der Stadt und den Gemeinden sehr groß. Der Mitarbeiter in der neuen Koordinierungsstelle soll als Lotse fungieren, der sowohl beim Ausfüllen von Fragebögen als auch bei Arztbesuchen oder Sprachbarrieren helfen kann.
„Vielleicht muss es gar kein Studierter, sondern ein pragmatischer Mensch sein, der schnell und konkret helfen kann“, überlegt Gabriele Abel.
Aktuell leben in der Stadt und im Land 90 Flüchtlinge. Bereits in dieser Woche sollen zehn weitere hinzukommen. Sczech: „Auch auf uns kommen besondere Herausforderungen zu.“
Da die Verwaltungen für das kommende Jahr mit etwa 60 weiteren Flüchtlingen rechnen, gilt es als erstes, die Unterbringung zu regeln. „Derzeit verfügen wir noch über genügend Wohnraum für die Flüchtlinge“, sagt Bernd Gundlach, Leitender Verwaltungsbeamte in Bargteheide Land, trotzdem geht die Suche nach anzumietendem Wohnraum weiter. (cs)
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