Hilfe für einen Helfer im Kreis Stormarn

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Alle wollen helfen: Gemeindewehrführer Olaf Klaus, Ortsbeautragter des THW Bad Oldesloe Olaf Göttsche, Agnes Heesch von der Stadtverwaltung, Kreisbrandmeister Gerd Riemann, Christian Brand und Eric Oldag (beide ASB, v.r.) Foto: fnf

Typisierung für Notarzt Thorsten Salamon: „Am Geld darf es nicht scheitern“

Von Finn Fischer
Bad Oldesloe
An diesem Wochenende führen Hilfsorganisationen eine der größten Typisierungsaktionen im Kreis Stormarn durch, um dem Notarzt Thorsten Salamon und anderen an Leukämie erkrankten Menschen zu helfen. Doch für die Suche nach geeigneten Stammzellenspendern wird Geld benötigt, um die Labortests zu finanzieren. Nun unterstützt auch die Sparkassen Sozialstiftung die Aktion mit einer Spende in Höhe von 1500 Euro. „Als Notarzt hat Thorsten Salamon unzähligen Menschen das Leben gerettet, nun ist er selbst auf Hilfe angewiesen“, sagt Martin Lüdiger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Holstein, der sich von der großen Welle an Unterstützung sehr beeindruckt zeigt. Bei der Typisierung wird potenziellen Lebensrettern Blut abgenommen. Die Proben sollen anschließend innerhalb weniger Wochen auf eine mögliche Übereinstimmung getestet werden. ASB, Freiwillige Feuerwehr und THW unterstützen die Aktion.
„Ich kenne ihn persönlich, bin früher einige Male mit ihm gefahren“, sagt Christian Brand (ASB), von dem die Initiative ausging. „Unsere Aktion hilft nicht nur Thorsten, sondern potenziell allen, die an Blutkrebs erkrankt sind.“ Lange hat Thorsten Salamon nichts von seiner schweren Krankheit gewusst. Ein gewöhnlicher Leistenbruch brachte ihn ins Krankenhaus und er erhielt nach einer Blutuntersuchung die Schock-Diagnose: Leukämie. Nur eine Knochenmarkspende kann das Leben des Familienvaters noch retten.
Für die Blutabnahme stehen ausgebildete Rettungskräfte zur Verfügung. Mitmachen kann grundsätzlich jeder zwischen 17 und 55 Jahren. Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung wird beim Spender Blut abgenommen, damit seine Gewebemerkmale bestimmt (typisiert) werden können. Wichtig: Mit der Teilnahme verpflichtet sich der potenzielle Spender im Falle einer Übereinstimmung noch nicht für eine Stammzellenspende. Bei dieser wird in den meisten Fällen ausschließlich ein halber Liter Blut entnommen, mit dem das des Patienten nach einer Chemotherapie ersetzt wird. In etwa 20 Prozent der Fälle ist die Entnahme von Knochenmark nötig. Alle Spender werden in der Datenbank der Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) eingetragen. Dadurch könnten sich auch Übereinstimmungen mit weiteren Erkrankten ergeben. Neben Kreiswehrführer Gerd Riemann hat auch Kreispräsident Hans-Werner Harmuth die Schirmherrschaft übernommen: „Ich finde diese Aktion auch aus meinen beruflichen Hintergründen sehr wichtig“, sagt Harmuth, der neben seiner Tätigkeit als Kreispräsident auch der Krankenkasse AOK vorsitzt. „Allein schon die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Hilfsorganisationen ist bemerkenswert. Da darf es am Geld nicht scheitern.“ Mittlerweile sind rund 22.000 Euro gesammelt worden.

DKMS Spendenkonto: Berliner Bank, IBAN DE66100708480151231812, Verwendungszweck: TNS 002

Die Typisierungsaktion ist für Sonnabend, 30. Januar, von 10 bis 15 Uhr in der Grundschule West, Helene-Stöcker-Straße 2 in Bad Oldesloe angesetzt
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