Hilfsbereite Bürger

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Hannelore Grimme (v.l.), Ulrike Stentzler, Henok, Mikel und Elsa Andeberhan mit Annegret und Uwe Kickbusch Foto: bm

Lütjenseer machen Flüchtlinge mobil

Lütjensee Familie Andeberhan aus Eritrea, die seit einem halben Jahr in Lütjensee lebt, kann nun gemeinsam mit dem Rad die Region erkunden.
Elsa Andeberhan erhielt vergangene Woche ein gespendetes Fahrrad. Vater Mikel und Sohn Henok (8) haben bereits eines und fahren damit unter anderem zum Deutschunterricht ins benachbarte Trittau. Hannelore Grimme (76) aus Grönwohld betreut die Familie ehrenamtlich, hilft ihnen bei Behördengängen und beim Einkaufen. „Ich war Sozialarbeiterin, helfe gerne“, sagt sie. Henok geht auch gern zum Fußballspielen im Verein. Seit kurzem hat er eine kleine Schwester. Vor sechs Monaten brachte Mutter Elsa Helen in Lütjensee zur Welt. „Trotzdem gibt es noch keine Geburtsurkunde, da die Herkunft der Familie aufgrund fehlender Papiere noch ungeklärt ist“, erläutert Hannelore Grimme. Jetzt kann sich auch die Mutter über ein neues Fahrrad freuen. Uwe und Annegret Kickbusch vom Zweiradhaus Michaelis schenkten ihre spontan ein Damenfahrrad, das eigentlich Bürgermeisterin Ulrike Stentzler für Elsa kaufen wollte. Für Henok gab es noch einen Fahrradhelm dazu.
Einziges Problem: Elsa kann noch nicht Fahrrad fahren, probte erstmal mit Unterstützung von Hannelore Grimme und ihrem Mann den richtigen Sitz. Bis Helena in einem Kindersitz Platz nehmen kann, will sie es gelernt haben.
Bürgermeisterin Ulrike Stentzler freut sich über das vielfältige Engagement: „Es melden sich immer mehr Interessierte, die die Flüchtlinge unterstützen wollen“, berichtet sie. Jeder der 93 Asylsuchenden, die im Amt aufgenommen wurden, hat mittlerweile einen ehrenamtlichen Betreuer an die Seite gestellt bekommen. (bm)
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