Historische Schätze

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Oliver Mesch (v.l.), Joachim Wergin, Richard Krumm, Helmuth Peets, Burkhard v. Hennings und Dr. Johannes Spallek Foto: cs

Jahrbuch des Heimatbundes Stormarn ist erschienen

Von Christina Schlie
Jersbek
Der Landkreis ist eine Fundgrube für Historiker und Kunstinteressierte, die mehr über Stormarns Geschichte erfahren möchten. Neben bekanntem, geschichtshistorischem Wissen finden auch immer wieder kleine Schätze in das Jahrbuch, das vom Heimatbund Stormarn herausgegeben wird. In der aktuellen Ausgabe ist es die Geschichte der Materialkammer der Löwenapotheke in Bad Oldesloe. Im 18. und 19. Jahrhundert war die Oldesloer Apotheke für die medizinische Versorgung des gesamten Kreises Stormarn zuständig, heißt es in dem Text, der vom aktuellen Inhaber Frank Sonder verfasst wurde.
Erst 1839 kamen weitere Apotheken in Ahrensburg, Reinfeld, Trittau und Schwarzenbek hinzu. Im Dachgeschoss des denkmalgeschützen Gebäudes befindet sich auch heute noch die historische Materialkammer. Ein Totenkopf kennzeichnet den Giftschrank. Glasgefäße mit lateinischer Aufschrift, historische Geräte, Schübe und Schränke erinnern an vergangene Zeiten. In wenigen Kästen lagern auch heute noch der originale Inhalt, wie beispielsweise Chinarinde aus Südamerika, Harz von Kiefern oder Wurzel von Diptam und Sarsaparilla. Eine Preistafel gibt Auskunft über 930 Substanzen und ihre Preisgruppen, die zur damaligen Zeit in eine Apotheke gehörten.

„Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen“ Burkhard v. Hennings

„Mit der Geschichte ist für mich ein Traum in Erfüllung gegangen“, sagt Burkhard von Hennings, Schriftführer beim Heimatbund. 20 Autoren haben ihr Wissen zur Geschichte, Sprache, Kultur und Umwelt im Kreis niedergeschrieben. Darunter auch wieder Stormarns Experte für das Mittelalter Günther Bock. Mittelpunkt in diesem Jahr sind die Wüstungen (Siedlungen) in Dörfern der Kirchenspiele Lütjensee und Trittau. Außerdem beleuchtet Bock kritisch den Beitrag von Alfred Rust in der Nazizeit. Joachim Wergin würdigt den 90. Geburtstag des Bildhauers und Glasmalers Siegfried Assmann. Trotz seines Alters hat der Großhansdorfer aktuell ein Altarfenster für die katholische Kirche in Glinde gestaltet. „Das Jahrbuch ist ein wichtiges Dokument für Stormarn“, sagt Trittaus Bürgermeister und Vorstandsmitglied im Heimatbund Oliver Mesch. Ein Jahresbericht von Helmuth Peets, Vorsitzender des Heimatbundes, schließt das Werk ab. Das Buch wurde von der Sparkassen-Kulturstiftung gefördert, es umfasst 246 Seiten. Es kostet 15 Euro und ist ab sofort in allen Stormarner Buchhandlungen erhältlich.
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