Hoher Bestand an Rotwild

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Blick in die Runde der Jahreshauptversammlung des Hegering Trittau Foto: Willkomm

Hegering Trittau zieht Bilanz und rüstet sich für neue Jagd-Saison

Von Andreas Willkomm
Hohenfelde
Die Jäger des Hegering Trittau trafen sich in Hohenfelde zu ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung mit vorangehender Trophäenschau. Bis auf die beachtlichen Trophäen vom Rotwild aus dem Revier Grönwohld, war die Ausbeute in diesem Jahr nicht ganz so spektakulär: Es wurden zwei kapitale Hirsche geschossen, deren Geweihe ausgestellt wurden. Beim Schwarzwild wurde mit 390 Stück eine ansehnliche Zahl erreicht, vor allem, wenn man weiß, wie schwer die Wildschweine zu bejagen sind. Auch beim Rotwild wurde 2015 deutlich mehr geschossen. Insgesamt wurden im Bereich des Hegering Trittau 24 Stück Rotwild erlegt, im Vorjahr waren es nur zehn. Dies war nötig weil in den Nachbargebieten die Quoten weit unterschritten wurden. Für den Laien klingt das erst einmal etwas unverständlich und hart, ist aber den gestiegenen Stückzahlen beim Wild geschuldet. Weil es noch nicht genügend natürliche Feinde des Rotwilds gibt, muss der Jäger hier regulierend eingreifen. In lockerer Hegering-Runde ging es dann um Ehrungen wie die von Dr. Heinrich Prelle für 50 Jahre als Jagdpächter in Köthel. Dr. Prelle ist, wie Horst Gerdau aus Trittau und Kurt Harra aus Grönwohld, über 80 Jahre alt und immer noch der Jagd zugetan. Auch der ehemalige Schatzmeister Roland Runge (Trittau) wurde für seine langjährige Tätigkeit im Hegering geehrt.

Wölfe dürfen nicht geschossen werden


Thematisiert wurde einmal mehr der Wolf. Dieser ist ganz besonders geschützt, unterliegt nicht dem Jagdgesetz und ist daher nicht jagdbar. Die Schwierigkeit ist zurzeit die „Gnadenschussproblematik“. Ein angefahrener Wolf sollte aus rechtlichen Gründen nicht von einem Jäger, sondern nur von der Polizei erlöst werden. Zumindest sollte die Polizei in diesem Fall den Gnadenschuss angeordnet haben. Viele Jäger, die zugleich auch Landwirte sind, sind in Naturschutzprojekte eingebunden. Jagd bedeutet nicht nur durch den Wald schleichen und wehrlose Tiere erschießen. Wer die Jagd ernsthaft betreibt, hat eine sehr aufwendige Art der Freizeitgestaltung. Die Bezeichnung Hobby wäre in diesem Fall unpassend.
Der Zeitaufwand eines Jägers für seine Passion ist enorm hoch, wenn er die Jagd mit allen Aufgaben ernst nimmt und sich engagiert. Wer als Jäger nicht gerade im Revier unterwegs ist und Hochsitze baut oder neue Pflanzungen anlegt, der ist gut beraten, sich auch regelmäßig über rechtliche Grundlagen zu informieren.
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