Horst-Arbeiter in Aktion

Anzeige
Storchenbetreuer Andreas Hack beim Ausbessern der Nester. Die Bewohner sind bereits in ihr Winterquartier geflogen Foto: wb

Störche ziehen ab. Nistplätze werden ausgebessert

Von Hans-Eckart Jaeger
Bad Oldesloe. Der Sommer neigt sich dem Ende, die Störche verabschieden sich in den Süden. Nach langem Flug werden sie in Spanien ihr Winterlager aufschlagen. Manche schaffen es auch bis Nord- oder Westafrika. Die Jungstörche im Kreis sind schon weg, in den nächsten Tagen und Wochen werden ihre Eltern folgen.
Andreas Hack aus Sprenge, Storchenbetreuer der Nistplätze südöstlich der Bundesautobahn A1, hat vor einigen Tagen die Jungstörche beobachtet, als sie sich auf einer Wiese zwischen Sprenge und Mollhagen zum Abflug versammelten. Einen Tag später erhielt Hack einen Telefonanruf aus Todendorf, der ihn sehr erschreckte. Ein Jungstorch hatte bei strömendem Regen versucht, auf dem Dach eines Hauses zu landen. Das hatte wegen des durchnässten Gefieders allerdings nicht geklappt, er rutschte ab. Sofort machte sich Hack auf den Weg. Er stellte fest, dass der Storch unverletzt geblieben war.
Nistplätze aufbereiten
Auf Kerstin Kommer und Andreas Hack, die beiden Stormarner Storchenbetreuer, wartet nach dem Abflug des letzten Altvogels noch eine Menge Arbeit. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, als die Horste aller Störche vor ihrer Ankunft stets im Frühjahr kontrolliert und repariert worden waren, geschieht dies in diesem Jahr wegen des langen Winters erstmals erst Ende Oktober.
„Wir werden dann zehn oder zwölf der insgesamt 30 Nistplätze auf Standfestigkeit kontrollieren, das stark verdichtete Nistmaterial abtragen und mit Holzhackschnitzel auffüllen, damit sich kein Stauwasser bilden kann“, sagt Andreas Hack. „Auch werden wir eingeschleppte Fremdkörper wie Plastikfolie, Papier und Schnüre, die eine Gefahr für die Störche darstellen, entfernen.“
So viele Störche wie nie
Für den Kreis Stormarn hatte es in diesem Jahr, was die Störche betrifft, ein Rekordjahr gegeben. 24 Storchenpaare kehrten aus dem Süden zurück, zwei mehr als vergangenes Jahr.
21 Storchenpaare zogen 47 Junge auf (Vorjahr 39). „Das ist eine sensationelle Zahl“, sagt NABU-Chef Klaus Gräber. „Ich hoffe, sie kommen im nächsten Jahr alle wieder.“
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige