Hotel-Plan für Park Manhagen

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Eine Fotografie aus dem Stadtarchiv zeigt, wie der Park früher aussah

Großhansdorf kann Areal vermutlich günstig erwerben

Großhansdorf. Der Park Manhagen erfreut sich in der Bevölkerung immer noch sehr großer Beliebtheit und das soll auch so bleiben. Mehr noch: Die Idee, dieses landschaftliche Idyll zwischen der Hansdorfer- und Sieker Landstraße wieder annähernd so zu gestalten wie vor vielen Jahren, nimmt zunehmend Formen an. Die Gemeinde will wieder alleiniger Eigentümer des Parks werden.

Park symbolisch für einen Euro kaufen

Ein Sechstel gehören der Stadt Ahrensburg und vier Sechstel dem Kreis Stormarn, zu einem Sechstel ist Großhansdorf Eigentümer. Kreis und Stadt haben nun Bereitschaft gezeigt, ihre Anteile jeweils für einen symbolischen Euro an die Waldgemeinde zu verkaufen.
Doch die Pflege- und Instandhaltung des gesamten Geländes verschlingt sehr viel Geld. 2013 kostete die Baumpflege 10.000 Euro, 3.000 Euro mussten für die Unterhaltung des Areals aufgebracht werden. Dagegen stehen etwa 3.000 Euro Einnahmen aus Baumverkäufen. Zusätzlich unterstützt die Park-Klinik Manhagen, die Gemeinde, investiert jährlich etwa 10.000 Euro für die Instandsetzung und Pflege der stehengebliebenen Eingangspforte. Viel Geld, das Großhansdorf künftig allein aufbringen muss. Auch dafür gibt es bereits einen Plan: Die Gemeinde plant im Park ein Hotel mit Restaurantbetrieb zu eröffnen. Aber bevor wieder an „alter Stelle“ der Bau eines neuen Hotels oder einer Restauration mit Übernachtungsmöglichkeiten realisiert werden könnte, muss die Gemeindevertretung einen „gesunden“ Bebauungsplan in Einbezug des Wald-, Wasser- und Denkmalschutzes auf den Weg bringen. „Auf jeden Fall wird eine mögliche Bebauung nichts daran ändern, dass der Park der Öffentlichkeit auch weiterhin zum Spazierengehen zur Verfügung stehen wird“, betont Großhansdorfs Bürgermeister Janhinnerk Voß.
Bevor die Pläne realisiert werden können, muss sich Großhansdorf mit Ahrensburg und dem Kreis einigen. Andreas Zimmermann, Sprecher der Stadt Ahrensburg, teilte mit: „Die Stadt sich in Gesprächen mit der Gemeinde Großhansdorf. Grundsätzlich steht die Ahrensburg einem Verkauf positiv gegenüber. Über die Konditionen verhandeln wir gerade.“
Der Leiter Behörde für Bau Umwelt und Verkehr des Kreises Klaus Kucinski sieht den aktuellen Stand ähnlich wie die Ahrensburger: „Der Landrat ist informiert und vorbehaltlich des Beschlusses durch den Wirtschafts-, Planungs- und Bauausschuss und in Einbezug einer Wertabschätzungsklausel könnten wir dem Verkauf zustimmen“. (msa)
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