Jung und kreativ – Marstall zeigt Arbeiten

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Hatten Spaß an einer kreativen Projektwoche: Die Schülerinnen Helena (15, l.) und Emily (14) Foto: Fischer

Stormarn-Schüler auf den Spuren von William Shakespeare

Von Finn Fischer
Ahrensburg
Eine Woche lang eintauchen in die Zeit von William Shakespeare (1564 – 1616): das war die Aufgabe für 16 Schüler der Ahrensburger Stormarnschule im Rahmen einer Projektwoche. Mit der Künstlerin Angela Schöttler-Labenz beschäftigten sie sich aber nicht nur mit der Renaissance an sich, sondern ließen ihrer Kreativität freien Lauf. Ziel war es Kleidungsstücke anzufertigen, die zur Epoche Shakespeares oder den Figuren in seinen Texten passen. Sie mussten nicht an Charaktere aus seinen Stücken angepasst sein. Zur Unterstützung wurde aber die Verfilmung von „Der Kaufmann von Venedig“ gezeigt. Das Gesehene sollte die Inspiration der überwiegend weiblichen Workshop-Teilnehmer beflügeln. Interessant und besonders war an dem Projekt, dass als Grundstoff für die Kleidungsstücke keine Textilien benutzt werden. So kam vor allem Papier und Pappe zum Einsatz. „Einfach nur mit Stoffen ein Kostüm schneidern, wäre vielleicht auch ein wenig langweilig“, so Schöttler-Labenz, die sich freute, zum wiederholten Maße als freie Künstlerin in Kooperation mit Stormarnschule und Marstall einen Kurs anbieten zu können. „Die Schüler müssen sich bald entscheiden, ob sie das ästhetische Profil – oder natürlich ein anderes – an ihrer Schule wählen wollen. Dazu kann ein solches Projekt eine Entscheidungshilfe sein“, erklärte Schöttler-Labenz weiter. Mit den Ergebnissen waren die Workshop-Leiterin und auch die Schüler zufrieden. Einhellige Meinung: „Es war interessant und hat Spaß gemacht“. Neben der Beschäftigung mit der entsprechenden Modeepoche sei es auch eine angenehme Besonderheit gewesen, dass man mal in einem anderen Rhythmus als im Schulunterricht gearbeitet habe. Mehrere Schüler betonten, dass sie sich so besser auf die eine Aufgabe fokussieren konnten, als wenn sie jeweils nach 45 oder 90 Minuten die Arbeit für ein anderes Fach hätten unterbrechen müssen. „Ich kann mir schon vorstellen, so etwas auch in Zukunft zu machen. Das ist schon interessant. Aber nicht beruflich, eher als Hobby“, sagt Schülerin Helena (15). Ähnlich sehen das auch ihre Klassenkameradinnen Emily (14) und Svenja (15). Die fertigen Kostüme, deren Bandbreite von Ballkleid über Königinnenoutfit bis zu zwei männlichen Bekleidungsstücken reichte, sollen nun im Foyer des Marstalls ausgestellt werden. Auch bei den noch anstehenden Shakespeare-Veranstaltungen im Saal sollen die kreativen Schülerprodukte ausgestellt werden. Das gesamte Thema war schließlich nicht zufällig gewählt worden, sondern an das Shakespeare-Jahr anlässlich des 400-jährigen Todestages des Theaterrevolutionärs angelehnt. Finanziert werden konnte der Workshop allerdings nur über eine öffentliche Crowdfunding-Aktion. „Wir haben das sehr erfolgreich über eine Seite des Landes Schleswig-Holstein durchführen können, so dass wir dank dieser Aktion und weiteren Spenden noch zwei Workshops ähnlicher Natur in diesem Jahr durchführen können. Einer davon wird mit der Heimgarten-Schule durchgeführt, der andere erneut mit der Stormarnschule“, sagt Marstall-Programmdirektor Armin Diedrichsen.
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