Jutta Bücker will Lust aufs Stricken machen

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Jutta Bücker mit Selbstgestricktem. Ihre Ideen hat sie in einem Buch veröffentlicht Fotos: cs/ Verlag Monsenstein und Vannerdat

Bargteheiderin zeigt in ihrem Buch „Farben des Nordens“ Ideen zum Nachmachen

Bargteheide. Wie viele Pullover Jutta Bücker in ihrem Leben schon gestrickt hat, daran kann sie sich nicht mehr erinnern. „Im Schnitt wohl einen pro Woche“, erzählt die Bargteheiderin, die gerade ihr zweites Buch zum Thema Stricken veröffentlicht hat. In „Die Farben des Nordens“, erschienen im Verlag Monsenstein und Vannerdat (Kosten: 22,80 Euro), stellt die 57-Jährige 20 verschiedene Kleidungsstücke zum Selbermachen vor, hauptsächlich Pullover und Jacken, passend zum Herbst.

Stricken seit 45 Jahren

Seit 45 Jahren ist Stricken die Leidenschaft der Bargteheiderin. Es ist weit mehr als nur ein Hobby. „Ich bin keine gelangweilte Hausfrau, die Beschäftigung sucht“, betont sie. Sie stricke, wie andere in Vollzeit arbeiten. „Nur weil ich das von zu Hause aus mache, belächeln mich viele.“ Doch der Erfolg gab der gelernten Strickdesignerin Recht. Sogar einen amerikanischen Ausschreibungswettbewerb hat sie mit ihrer Strickkollektion schon gewonnen.
Stricken gelernt hat Jutta Bücker von ihrer großen Schwester. Sie war es leid, dass sich Jutta immer an ihren selbst gestrickten Sachen bediente. Kurzum brachte sie ihr das Stricken bei und entfachte damit bei der Bargteheiderin einen Enthusiasmus, der seit 45 Jahren anhält. Jutta Bücker machte eine Schneiderlehre und studierte an einer Modeschule. Richtig erfolgreich wurde die 57-Jährige, als sie Jacken für ihre Kolleginnen und deren Kinder fürs Oktoberfest strickte. Ihr Mann hatte inzwischen sein Studium beendet und so wagte die junge Frau den Schritt in die Selbstständigkeit. Heute fertigt sie für große Wollfirmen, die ihre neusten Garne vorstellen wollen.

„Ich habe sehr viel Glück gehabt“ Jutta Bücker

„Ich habe sehr viel Glück gehabt, man vertraut mir und lässt mir freie Hand.“ So weiß sie im Voraus nie, was schlussendlich entsteht. Mit wenig Aufwand tolle Sachen zu machen, ist ihr wichtig. „Man darf ruhig sehen, dass es selbstgemacht ist“, betont sie. Anders als andere Designer plant und entwirft sie ihre Mode nicht am Computer, sondern nimmt die Wolle in die Hand und schaut, was am Ende heraus kommt. „Ich möchte fürs Stricken begeistern. Die Vorgaben dürfen nicht kompliziert sein.“
So sind auch ihre Anleitungen stets einfach und nachvollziehbar. Ihr zweites Buch ist eine Familienproduktion. Die Kollektion entwarf und beschrieb Jutta Bücker, ihr Mann Christian machte die Fotos. Die Models sind Frauen und Mädchen aus Bargteheide, auch ihr Sohn Christian machte mit.
Das Layout für das reich bebilderte und zusätzlich mit philosophischen Weisheiten gespickte Buch stammt von Christian Clausen „Er hat meinem Buch erst Leben eingehaucht“, so Bücker. „Stricken muss entspannen“, so das Fazit einer Frau, die noch nie im Leben Strümpfe gestrickt hat. (cs)
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