Kampf für ihr Recht

Anzeige
Das historische Foto zeigt Louise Zietz, eine der ersten Frauenrechtlerinnen Repro: cs

Bargteheide gedenkt Louise Zietz

Bargteheide „Sie war eine Bargteheiderin, die sich für die Belange von Frauen und Kindern einsetzte“, beschreibt Bürgermeister Dr. Henning Görtz Louise Zietz. In ihrem Bestreben oft ihrer Zeit voraus war sie eine starke Persönlichkeit, Vorbild der Frauenbewegung sowie aktive Sozialdemokratin. Anlässlich ihres 150. Geburtstags soll die Bargteheiderin gebührend geehrt werden.
Dazu haben sich die SPD-Fraktion, die Volkshochschule, der Verschönerungsverein sowie die Stadt zusammengeschlossen, um ihre Bürgerin in einem Festakt am 29. März im Kleinen Theater zu würdigen.
Louise Zietz, geborene Körner, wurde am 25. März 1865 in Bargteheide in der Straße Lohe 22 als eins von drei Kindern in ärmlichen Verhältnissen geboren. Sie erlernte den Beruf der Kindergärtnerin und heiratete den Hafenarbeiter Karl Zietz, den sie bei dert Arbeiterbewegung kennenlernte. Nach Aufhebung der Sozialistengesetze trat Louise Zietz als Parteisekretärin in die hauptamtlichen Dienste der SPD. Während des Streiks der Hamburger Hafenarbeiter 1896 organisierte sie den Widerstand der Frauen und trat als Rednerin auf. Aufgrund ihres rhetorischen Talents wurde sie oft als „weiblicher Bebel“ bezeichnet. Sie kämpfte gegen Kinderarbeit und für die Rechte der Frauen. Auf ihre Initiative hin wurde der Weltfrauentag begründet. „Her mit dem Frauenwahlrecht!“ ein Leitspruch mit dem sie sich unermüdlich für das Wahlrecht ihrer Geschlechtsgenossinnen einsetzte. So wurde sie die erste weibliche Politikerin im Parteivorstand und Mitglied der Nationalversammlung und des Reichstages. Nach einem Zusammenbruch starb sie am 27. Januar 1922 in Berlin.
Noch heute leben Nachfahren von ihr in Bargteheide. Susanne Schütt, Urgroßnichte, und ihr Sohn Sebastian Schütt, Ururgroßneffe. Er ist Mitglied des Ortsvereinsvorstand und in der Fraktion. Bereits anlässlich ihres 125. Geburtstags wurde eine nach ihr benannte Straße in unmittelbarer Nachbarschaft zu ihrem Geburtshaus benannt. Höhepunkt der Ehrung in diesem Jahr ist eine Kranzniederlegung am Grab von Louise Zietz in Berlin (25. März, 16.30 Uhr). Im Kleinen Theater werden zum Festakt am 29. März prominente Politiker der SPD-Bundesfraktion, die Staatsministerin im Kanzleramt, Ayfan Özuguz, Dr. Ralf Stegner sowie Bürgermeister Henning Görtz werden erwartet. Franz Thönnes moderiert die Veranstaltung. Eine Ehrentafel für sie sowie eine Büste von Zietz werden enthüllt. (cs)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige