Kampf gegen Gasfirma

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Thomas Mädge berichtet von seinen Erfahrungen Fotos: stb

Verein „Ahrensburger Kamp“ kontra Anschlusszwang

Von Stella Bandemer
Ahrensburg. Die Bewohner der Häuser am Ahrensburger Redder sind empört. Sie empfinden ihre Heizkosten als zu überhöht. Ihr Wohngebiet wird durch ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk mit Anschlusszwang versorgt. Im vergangenen Jahr schlossen sich viele Betroffene zum Verein „Ahrensburger Kamp“ zusammen. Ihr Ziel ist es, den Versorgervertrag mit E.on zu kündigen und Rückzahlungen zu erkämpfen. Doch noch haben ihre Bemühungen keinen Erfolg gezeigt.
Darum lud der Verein vergangene Woche Vertreter einer Bürgerinitiative aus dem Wohngebiet Aspel-Nord aus Osterrönfeld bei Rendsburg ins Peter-Rantzau-Haus an der Manfred-Samusch-Straße ein. Auch Osterrönfeld wird von einem Blockheizkraftwerk mit Anschlusszwang versorgt. Jurist
Thomas Mädge präsentierte die Erfolge der Osterrönfelder im Gerichtskampf mit der E.on Hanse Wärme GmbH. „Die Preise steigen in schwindelerregende Höhen, die so manch einen an die finanzielle Grenze stoßen“, erklärte der Jurist. „Was wir verlangen sind faire und seriöse Fernwärmepreise.“ Zudem fordern er und seine Interessengemeinschaft von ihrem Energielieferanten, eine „Gaspreisbindung ohne intransparente Formeln“.
Einen ersten Erfolg konnten die Osterrönfelder bereits erreichen. Ein Gericht hatte die E.on-Kalkulation, auf der die Heizkostenpreise basieren, für rechtswidrig erklärt. Nun wollen die Osterrönfelder die Ahrensburger beim Rechtsstreit gegen E.on unterstützen. Der Jurist erklärte, wie Ansprüche auf Rückzahlungen, die bis zu drei Jahre zurück reichen, gesichert werden könnten. Ein entsprechendes Widerspruchsschreiben müsse vor Ende dieses Jahres eingereicht werden, damit die Ansprüche nicht verjährten. Auch von Seiten der Stadt gibt es Bemühungen, den Versorgervertrag zu beenden. Stadtsprecher Andreas Zimmermann sagt: „Der 15 Jahre gültige Vertrag der Stadt mit E.on Hanse über die Fernwärmeversorgung läuft im Juni nächsten Jahres aus. Am 22. Januar, werden sich Vertreter der Stadt und E.on treffen und versuchen, einen Restwert des Blockheizkraftwerks zu bestimmen. Wenn dieser ermittelt sei, werde entschieden, ob die Stadt das Blockheizkraftwerk selbst betreiben oder, ob ein alternativer Vertragspartner gesucht wird.
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