Klimaschutz-Experten gesucht

Anzeige
Die Grundschule Am Schloss ist die älteste Schule der Stadt und gilt als sanierungsbedürftigFoto: M. Keil

Am Mittwoch präsentieren sich drei Fachbüros. Analyse als Grundlage

Von Manuela Keil
Ahrensburg. Wie sieht es mit dem umweltschädlichen CO2-Ausstoß in der Schlossstadt aus? Wo wird zu viel Energie verbraucht? Wie könnten Maßnahmen zu mehr Klimaschutz in Ahrensburg konkret aussehen? Um diese und weitere Fragen geht es in einem geplanten Umweltschutzkonzept der Stadt, zu dem nach einer Ausschreibung drei Fachbüros ihre Vorstellungen am Mittwoch, 2. April, präsentieren werden. Dabei handelt es sich um Büros aus Hamburg, Bremen und Ratingen bei Düsseldorf. Für das kommunale Klimaschutzkonzept sind vom Forschungszentrum Jülich 75.203,48 Euro bewilligt worden. Davon trägt die Stadt 26.000 Euro. Der Bewilligungszeitraum läuft vom 1. März 2014 bis zum 28. Februar 2015. Die Hauptziele des Klimaschutzkonzepts sind laut bewilligtem Förderantrag: Verbindliche Reduktionsziele der CO2-Emissionen und des Energieverbrauchs sowie den Anteil an regenerativer Energienutzung festzuschreiben. Das Konzept soll ein operativer Leitfaden für die Verwaltungspraxis der Stadt sein.

Schnelle Entscheidung

„Wir werden im Plenum mit Stadtplanung, Bauamt, Rechnungsprüfungsamt und Umwelttechnik nach den Präsentationen ein Büro auswählen“, sagt Heinz Baade, Mitarbeiter in der Verwaltung und als Umweltingenieur für Technik und Umweltschutz zuständig. Möglicherweise falle die Entscheidung auch sofort.
Bürger schlug Konzept vor
Das beauftragte Büro muss dann in einem Jahr sein Gutachten erstellen. Darin erstellt es eine Analyse des Ist-Zustandes zu Fragen nach dem Energie- und CO2-Bilanz in Ahrensburg, zum Wärmestandard in Schulen, Mobilität und Pkw-Aufkommen. Das Konzept enthält ferner Maßnahmenkataloge und Zeitpläne zur Minderung von Treibhausgasemissionen. Und es umfasst außer den öffentlichen Liegenschaften wie Schulen, Kitas und Rathaus auch die privaten Haushalte, Handel und Gewerbe sowie Verkehr und Grünflächen.
Allerdings schränkt Baade ein, konkrete Maßnahmen betreffen in erster Linie die öffentlichen Liegenschaften, beispielsweise wenn Schulen wie die Grundschule Am Schloss saniert werden müssen.
„Für private Haushalte können nur Empfehlungen ausgesprochen werden.“ Mit diesen Maßnahmen könnte dann frühestens im Frühjahr 2015 begonnen werden. Und wie kam es zu diesem Umweltschutzkonzept? „Das hat ein Bürger in der Einwohnerversammlung am 31. Mai 2012 angestoßen“, sagt Baade. „Ich habe so etwas noch nicht erlebt. Er sagte, wir brauchen ein Klimaschutzkonzept, weil die Erde immer wärmer wird. Die Stadtverwaltung sollte dieses für Ahrensburg erarbeiten und dafür die staatlichen Fördermöglichkeiten nutzen. Das zeigt, welche Möglichkeiten Bürger haben.“
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige