Kommunalpolitik im Unterricht

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Anabel Plieth (v.l.), Jakob Pannecke, Lara Gerecke und Mandy Florczik wollen Jugendliche für Kommunalpolitik begeistern Foto: stb

Kinder- und Jugendbeirat Ahrensburg entwickelt Konzept

Ahrensburg. In der Schulzeit haben Ahrensburger Kinder und Jugendliche nur wenig Berührungspunkte mit der kommunalen Politik. Meist geht in Sachen Politik, um die „Politik der Großen“, fernab in Berlin.
„Das wollen wir ändern, und zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, sich zu beteiligen“, erklärt Daniela Gonser, die Chefin des Stadtjugendrings. Gemeinsam mit den Mitgliedern des Kinder- und Jugendbeirats (KiJuB) hat die Pädagogin ein Konzept erarbeitet, wie das klappen kann.
Einmal im Jahr sollen Vertreter die achten Klassen aller weiterführenden Schulen Ahrenburgs besuchen und mit den Schülern gemeinsam eine Unterrichtsstunde über Kommunalpolitik und politische Beteiligung gestalten.
Diese Idee wird am Donnerstagabend, 13. März, auf einer Sitzung des Beirats vorgestellt und soll bald umgesetzt werden.
Thorsten Jahncke, Sprecher der Stadtverwaltung, begrüßt die Idee: „Wir freuen uns natürlich über Nachwuchs in der Politik. Die Ideen der Jugend werden stets ernst genommen.“
Béla Randschaus, SPD-Politiker in der Stadtvertretung, sagt: „Die Schulstunden sind super, um das Interesse der Jugend zu wecken.“ Leider ginge die kommunale Politik in der öffentlichen Wahrnehmung noch zu sehr unter. Auch die politische Karriere des 27-Jährigen fing beim KiJuB an, dessen Vorstand er bis 2007 war.
Vier Mitglieder des KiJuBs, Lara Gerecke (18), Jakob Pannecke (18), Anabel Plieth (18) und Mandy Florczik (20), haben sich regelmäßig in einer Arbeitsgemeinschaft getroffen, um ein Konzept für ihre Idee einer Schulstunde zu erstellen. Dabei soll der Spaß natürlich auch nicht zu kurz kommen.
„Wir haben uns ein Quiz überlegt, bei dem jeder was gewinnen kann“, erzählt Lara, die sich schon seit 2004 politisch engagiert. Begriffe wie „Stadtverordneter“ oder „Verwaltung“ sollen spielerisch erklärt werden. Auch die Arbeit des KiJuBs solle vorgestellt werden, als eine von mehreren Möglichkeiten, sich zu beteiligen.
„Bevor ich zum KiJuB kam, hab ich mich null für Politik interessiert“, erinnert Mandy sich. Am Ende der Schulstunde können die Schüler ihre Wünsche und Ideen vorstellen, was sich in der Stadt verändern soll. Diese Vorschläge nehmen die KiJuB-Mitglieder auch zur Diskussion in ihre Sitzungen mit. Jakob: „Wir möchten den Schülern zeigen, dass Politik Spaß macht, weil sie uns wirklich was angeht.“ (stb)
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