Konzept trifft den Geschmack

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Küchenchefin Rieke Nehlsen (v.l.)und Hauke zupfen Grünkohl, Lilly schält Kartoffeln Foto: Frauke Pöhlsen

Integrationsprojekt „Robben Café“ feiert einjähriges Bestehen. Täglich gibt es Mittagstisch

Ahrensburg Im Robben Café herrscht Betriebsamkeit. Die Planungen für die Geburtstagsfeier laufen. Küchenchefin Rieke Nehlsen freut sich auf viele Gäste. „Alle sind willkommen und sollen sich mit ihrem Daumenabdruck auf einem Bild verewigen“, verrät die Köchin.
Im vergangenen Februar eröffnete das Robben Café. Es ist Bestandteil der integrativen Dorfprojekte „Allmende“ und „Wilde Rosen“ in Wulfsdorf. Derzeit leben und arbeiten über 500 Menschen auf dem Gelände. Darunter Menschen mit Behinderung ebenso wie Familien, Künstler und Gewerbetreibende.
„Unser Ziel war es, mit dem Café gemeinsame Arbeitsplätze für Menschen mit und ohne Behinderung zu schaffen“, erklärt Anke Brammen, Heimleiterin der Hermann Jülich Werkgemeinschaft in Hamfelde und Mitinitiatorin des Projektes. „Unsere Erwartungen haben sich erfüllt. Es herrscht eine spürbare Gastlichkeit im Lokal.“

Stammgäste


„Wir sind schon Stammgäste“, sagt eine Ahrensburgerin, die mit ihrer Freundin am Fenster mit Blick in den wilden Garten sitzt. „Jeden Freitag sind wir nach unserem Spaziergang im Café. Die Atmosphäre ist klasse, das Essen gut und wir können hier herrlich entspannen.“
Mittlerweile arbeiten acht Menschen mit und acht Menschen ohne Behinderung im Robben Cafe, das von außen schon von weitem an den bunten Streifen erkennbar ist. Im Service sind heute Fabian, Miguel und die Langzeit-Praktikantin Chintara Krieger tätig. Sie ist begeistert von dem Konzept. „Der Umgang ist unheimlich freundlich“, sagt die 20-Jährige. „Hier zählt jeder Mensch gleich viel.“
In der Küche zupft Rieke Nehlsen mit Lilly und Hauke Grünkohl. „Bei uns haben alle eine feste Aufgabe“, sagt die Köchin. „Das läuft toll. Die Speisekarte haben wir aufgrund hoher Nachfrage bereits erweitert. Jeden Tag gibt es mittags ein Tagesgericht.“

Café hat länger geöffnet


Jonas, der für den Abwasch zuständig ist, hat gerade nichts zu tun. Er schaut der Auszubildenden Katie und Feliz beim Braten von Kartoffelpfannkuchen zu.
„Beim Kochen und Backen erleben Menschen mit Handicap, ein wichtiger Teil eines Ganzen zu sein“, sagt Anke Brammen. Das Cafè bietet großzügig und barrierefrei gestaltete Räume. Rollstuhlfahrer oder Familien mit Kinderwagen haben viel Bewegungsfreiheit. Sowohl vom Erdgeschoss als auch von der Empore aus können die Gäste aus dem Fenster sehen und die Natur genießen.

Ab März werden die Öffnungszeiten verlängert (werktags/sonnabends, 12 bis 18 Uhr, sonntags 14 bis 18 Uhr). Am Freitag, 6. Februar wird erst mal gefeiert. (fp)
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