Krebsgefahr? Sportplatz Ahrensburg gesperrt

Anzeige
Wenn das Gift-Granulat nachgewiesen wird, droht Kunstrasenplätzen die Sperrung Foto: Fischer

Granulat auf Kunstrasenplätzen verunsichert Kicker

Von Finn Fischer
Ahrensburg
Krebserregendes Granulat auf Kunstrasenplätzen: In den Niederlanden sorgte die Nachricht für einen Schock unter Fußballspielern, viele Sportler verweigerten sogar das Training. Sind auch Stormarner Plätze betroffen? In der niederländischen TV-Sendung „Zempla“ warnten Wissenschaftler vor bestimmten Granulat-Sorten, die krebserregend sein sollen. Einige niederländische Kunstrasenplätze stehen bereits vor dem Rückbau, wie einige Vereine Medienberichten zufolge ankündigten. Es geht um den Anteil an sogenannten Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), die in Altreifengranulat (SBR) vorkommen und das häufig auf Kunstrasenplätzen verwendet wird – vor allem in den Niederlanden. Es steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Die Verunsicherung ist jetzt auch im Kreis Stormarn angekommen. In Ahrensburg wird derzeit der Kunstrasenplatz saniert. Die Stadtverwaltung stoppte die Arbeiten. „Das Granulat steht bereit, aber zunächst sollen Experten bewerten, ob es gesundheitlich unbedenklich ist und eingesetzt werden kann“, sagt Stadtsprecherin Imke Bär. Andernfalls müsse eine Alternative gefunden werden. Von einem kompletten Baustopp oder gar einem Rückbau geht Bär nicht aus. In Bad Oldesloe wurde der Kunstrasenplatz am Exer vor zwei Jahren eröffnet, an der Kurparkschule gibt es einen weiteren. Welches Granulat verwendet wurde, ist derzeit nicht bekannt. Es soll sich aber nicht um SBR handeln. Jetzt wird sich wohl auch der Bauausschuss zu dem Thema informieren. Beim Landesfußballverband ist die Kunstrasenkrise bereits angekommen. Hier wird auf die niederländischen Ergebnisse gewartet. Karsten Tolle, Sprecher des Landesfußballverbandes: „Wenn sich eine für Spieler gesundheitsgefährdende Situation ergeben sollte, werden wir reagieren, die Vereine informieren und betroffene Plätze im Zweifel auch sperren.“
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige