Krimi spielt in Bad Oldesloe

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Stefanie Ross hält ihren Thriller „Zerberus“ in der Hand Foto: fnf

„Zerberus“-Roman von Stefanie Ross hat lokalen Bezug

Bad Oldesloe. Verfolgungsjagden, Navy-Seals und LKA, Verschwörungen, Chemiewaffen und – ja, Bad Oldesloe. So recht wollen die Geheimdienst-Thriller-Elemente des neuen Romans von Stefanie Ross nicht in die beschauliche Kleinstadtidylle passen, eigentlich. Doch die Schriftstellerin hat das Experiment gewagt, die Handlung ihres neuen Buchs mit dem Titel „Zerberus – Unsichtbare Gefahr“ (erschienen im Verlag Egmont LYX, Preis: 9,99 Euro) zumindest Streckenweise – in ihre Heimatstadt zu verlegen.
„Es gibt gleich zu Anfang eine Verfolgungsjagd durch Bad Oldesloe, unter anderem durch die Fußgängerzone. Das geht sehr spannend zu“, verspricht die Autorin. Auch sonst gäbe es viele Parallelen zur Kreisstadt. „Ein bisschen habe ich die Schauplätze abgewandelt. Aber die Stadt sollte schon zu erkennen bleiben.“
Ihr Romantik-Thriller, der seit kurzem erhältlich ist, spielt in Hamburg. In der Hansestadt ermitteln der Navy-Seal Mark Rawlins und sein LKA-Kollege Dirk Richter gegen einen überaus gefährlichen Gegner. Zuvor setzten Terroristen eine neuartige chemische Waffe gegen eine amerikanische Spezialeinheit ein. Die Spur führte schließlich in die Hansestadt. „Auf den Täter stoßen sie hinter den sauberen Glasfassaden Hamburgs.“ So viel verrät Stefanie Ross.
„Zerberus“ ist der Quasi-Nachfolger ihres Buches „Fatale Bilanz“, der ebenfalls in Hamburg spielte. Da der Roman in einem anderen Verlag erschienen ist, wurde die Handlung insoweit angepasst, als dass der Leser direkt einsteigen kann. Um die Handlung zu verstehen, ist es nicht unbedingt notwendig, „Fatale Bilanz“ gelesen zu haben.
„Es gibt aber auch hier natürlich Querverweise zu meinen vorherigen Büchern. Das konnte ich mir nicht verkneifen“, erzählt Ross. So tauchen etwa einige Charaktere auf, die Ross-Fans schon aus anderen Büchern kennen.
Der Roman soll in erster Linie unterhalten, allerdings ohne den Bezug zur Realität zu verlieren. Präzise Schilderungen der Ermittlungsarbeit sind Stefanie Ross wichtig. Dass Mitglieder von US-Behörden auf deutschem Boden ermitteln, mag auf den ersten Blick wenig realistisch erscheinen. Aber das hat es schon gegeben. „Etwa nach dem ersten September haben LKA, FBI und die Navy-Seals eng zusammen gearbeitet. Vor allem in Hamburg“, so Stefanie Ross. Und nach den immer neuen Meldungen – sei es zur NSA-Affäre oder den Drohnen-Kriegen – scheint ohnehin alles möglich.
Auch das Szenario eines Giftgas-Anschlags scheint zumindest nicht undenkbar. „Ich finde es spannend, die Leute zu unterhalten. Das ist meine Motivation. Aber in jedem meiner Bücher ist auch eine Botschaft versteckt“, so die Oldesloerin.
Um möglichst viele Fakten realistisch zu verarbeiten, hat sie im Navy-Seal-Umfeld recherchiert, traf sich mit einem Ex-Kampfschwimmer und hat so jede Waffe, die in ihrem Buch vorkommt – von den chemikalischen natürlich abgesehen – selbst ausprobiert. (fnf)
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