Kuddewörder will beim Hamburger Ironman starten

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Ab auf die Piste mit dem Fahrrad – denn Training für die 180 Kilometer-Strecke ist alles Foto: oj

Axel Böge wagt sich an seinen ersten „Wahnsinn“. Lehrer will am 13. August dabei sein

Von Olaf Jenjahn
Kuddewörde
Axel Böge lächelt und denkt nach. „Zwölf Stunden wären super, doch es werden wohl eher 13 oder 14 Stunden“, antwortet der 48-Jährige auf die Frage, wie lange er denn für seinen Wettkampf brauchen wird. „Ich habe keine Ahnung, was mich erwartet“, fügt Axel Böge unumwunden hinzu. Der Kuddewörder ist bei der Premiere des Hamburger Ironman am 13. August dabei. 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und zum Abschluss noch einen Marathonlauf von 42,195 Kilometer – die besten Triathlon-Profis benötigen dafür gute acht Stunden, trainieren dafür aber täglich. Böge, der als Lehrer für Elektrotechnik an der Berufsschule G16 in Farmsen arbeitet, ist erst am Nachmittag wieder zu Hause. Dann kann er sich seiner Vorbereitung widmen. „Derzeit lege ich die Grundlagen für den Sommer. Ich laufe zweimal in der Woche, bin einmal auf der Fahrradrolle und gehe einmal Schwimmen“, zählt Böge auf. Hinzu kommen Schwimmtechnik und Krafttraining. Hilfe holt sich Böge bei Joe Friel. Der Autor hat die „Trainingsbibel für Triathleten“ herausgegeben, die in Fachkreisen allerhöchste Wertschätzung genießt. „Darin lese ich viel und hole mir Tipps“, sagt Böge. Der Kuddewörder hat sich aber auch Hilfe bei einem Sportwissenschaftler geholt, der für die harte Trainingszeit einen individuellen Plan erarbeiten wird. Ab Anfang des kommenden Jahres geht es zur Sache, dann beginnt die Aufbauphase. „Ich muss den ganzen Wahnsinn ja überstehen“, sagt Böge mit einem Lächeln.

Böge wünscht sich Unterstützung


Unterstützung braucht er noch in vielen Bereichen: „Gerade was die Technik oder die richtige Ernährung betrifft, kann ich Hilfe gebrauchen.“ Auch das Coaching und Physiotherapie sind „Posten“, bei denen sich Böge Unterstützung wünscht. Einen Ironman zu absolvieren, bedeutet für die Sportler in erster Linie Entbehrung und konsequentes Training. „Vieles spielt sich aber im Kopf ab. Ich habe keine Angst vor dem Schwimmen oder dem Radfahren. Aber ich weiß, was beim Marathon bei Kilometer 30 passieren kann. Das ist eine Mentalitätsfrage“, erzählt Böge. Doch der Lauf entlang der Alster an einem Sommerabend im August wird den Hobbysportler antreiben: „Ich hoffe auf viele Menschen an der Strecke.“
Bestmöglichst vorbereitet will Axel Böge am 13. August um kurz nach 7 Uhr am Jungfernstieg ins Wasser steigen und spätestens gegen 21 Uhr erschöpft auf der Mönckebergstraße den Zielstrich überqueren. „Der Weg bis zu diesem Ereignis fasziniert mich. Ich bin gespannt, was mir bis dahin alles begegnet“, sagt Böge – und tritt auf der ungeliebten Fahrradrolle in die Pedale.

Kontakt: axel140sechs@freenet.de
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