Ländliche Idylle in der Gemeinde Steinburg

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Typisch Landidylle: Auch wenn die Zahl der Landwirte in den vergangenen Jahren stetig abgenommen hat, gehört der Misthaufen noch zum klassischen Dorfbild. Foto Schlie

Jedes der Ortsteile Eicheche, Mollhagen und Sprenge hat viel Spannendes zu bieten

Steinburg. In großen Buchstaben empfangen sie die Dorfbevölkerung und ihre Besucher: Sprenge, Eichede, Mollhagen. Drei Ortsteile, so autark wie möglich und doch ein Zusammenschluss zu einer Gemeinde, Steinburg. Was auf den Ortsschildern schon deutlich zu erkennen ist, spiegelt sich auch in der Bevölkerung wieder.

„Man fühlt sich als Eicheder“, so Natalie Kröger aus Eichede. Auch Horst Gruber und seine Frau Helga, die seit 60 Jahren in Sprenge leben, sehen das so. „Hier im Dorf kennen wir 80 Prozent der Menschen, die hier leben. Aber das hört an der Ortsgrenze auf“, so das Ehepaar. Steinburg sei zwar der übergeordnete Begriff, doch das Lebensgefühl sagt einem, man kommt aus Mollhagen, Eichede oder Sprenge. „Dafür schlägt das Herz“.
Gefeiert wird auch
Gemeinschaftlich verbindet die jeweils knapp zwei Kilometer auseinander liegenden Ortsteile das idyllische Leben auf dem Land. Neben Natur satt findet man auch alles Nötige, was man zum Leben benötigt. Einen Kindergarten und eine gemeinsame Grundschule, ein Lebensmittelgeschäft, Ärzte, eine Bank und sogar eine Tankstelle. Für die Freizeitgestaltung lockt mit dem SV Eichede ein überregional bekannter Fußballverein, im TSV Mollhagen kann man Volleyball, Tischtennis oder Judo lernen, es gibt einen Schützenverein und die Landfrauen. Jeder Ortsteil hat seinen eigenen Sozialverband und seine eigene Feuerwehr. Gefeiert wird auch meist in jedem Dorf.

Zusammengehörigkeit

Heino Doose, seit fast zehn Jahren Bürgermeister der Gemeinde Steinburg lobt das Zusammengehörigkeitsgefühl. „Es halten alle zusammen, da macht man keine großen Worte“, so der 63-jährige Landwirt, dessen Hof inzwischen von seinem Sohn geführt wird. „Ich bin Bauer und ich führe die Gemeinde auch wie ein Bauer“, so Bürgermeister Doose. Den Mann der Tat trifft man auch schon mal mit Handy am Ohr im Rinderstall an.

Freundeskreis der Musik

Auch in der Kirchengemeinde Eichede sind umtriebige gute Geister am Werk. Jüngst gründete sich der Freundeskreis der Kirchenmusik mit dem Ziel, eine neue Konzertreihe ins Leben zu rufen. Die neue Interessengemeinschaft hofft, dass das abwechslungsreiche Programm, Qualität und Vielfalt auf große Resonanz stoßen und „einen Beitrag zur Förderung der Gemeinschaft darstellen können“, so Dr. Susanne Lyon, Vorsitzende des Vereins. Andis Paegle, musikalischer Leiter, hofft ebenso wie viele Gemeindemitglieder, dass im Zuge der Kirchenmusikreihe auch die lang geplante Orgelerneuerung wieder in Schwung kommt.

Junge Familien

Während sich in den vergangenen Jahren immer mehr junge Familien in der Region angesiedelten, hat die Zahl der klassischen Landwirte rapide abgenommen. „Heute gibt es nur noch drei bis vier Landwirte pro Ortsteil. Schließlich ist es schwer davon zu leben“, erklärt Doose. Leben lässt es sich sonst gut in der Gemeinde Steinburg, da sind sich die Bürger aus Mollhagen, Sprenge und Eichede auf jeden Fall einig. (cs)
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