Lindenhof wird bebaut

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Wie der Lindenhof (kl. Foto) bebaut wird, sollen Architekten nun vorschlagen

Investoren planen Wohn- und Geschäftshauskomplex

Von Stella Bandemer
Ahrensburg. Mit einer knappen Mehrheit stimmten die Stadtvertreter auf ihrer öffentlichen Sitzung für einen Verkauf des Lindenhof-Grundstücks. Die Projektgesellschaft der Hochtief Hamburg GmbH und die Baustudio Projektgesellschaft wollen auf dem Sandparkplatz an der Bahnhofstraße ein Wohn- und Geschäftshaus errichten. 18 Fraktionsmitglieder (CDU, FDP und Grüne) stimmten dafür, während sich die vier Mitglieder der WAB und sieben SPD-Mitglieder gegen den Vertrag aussprachen. „Wir fordern, dass von den zirka
60 Wohnungen, die dort entstehen, mindestens ein Viertel öffentlich gefördert werden“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Hartmut Möller. Dies würde keinen Verlust für die Investoren bedeuten und bezahlbaren Wohnraum in Ahrensburg schaffen.“ Der Antrag wurde mit 22 Nein-Stimmen abgelehnt.
Neben dem städtebaulichen Vertrag beschlossen die Stadtvertreter den Auslobungstext für einen Architekten-Wettbewerb, der eine neutrale Überplanung des Geländes gewährleisten soll. Der Auslobungstext gibt inhaltliche Vorgaben für den Entwurf, die Bewertungskriterien und die Zusammensetzung der Jury vor. Damit soll der Investor verpflichtet werden, sich an die städtebauliche Ziele zu halten.
Auf der 10.000 Quadratmeter großen Fläche sollen sechsgeschossige Bauten mit Mischnutzung entstehen. Im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss können Büroflächen, Läden und Arztpraxen errichtet werden, ab dem zweiten Obergeschoss dann Wohnungen. Außerdem werden die Anfahrt zu einer Tiefgarage und Stellplätze über der Erde gebaut.
„Für die Parkplätze, die mit der Bebauung entfallen, müssen Ausweichflächen geschaffen werden“. Laut Zimmermann müsse der Investor der Stadt für jeden wegfallenden Stellplatz eine Ausgleichszahlung erstatten.
Stadtsprecher Zimmermann versprach auch, dass der Architektenwettbewerb in Kürze startet: „Es sollen sechs Architektenbüros teilnehmen. Die Ausschreibungen werden so schnell wie möglich beginnen.“ Klar ist nun auch die Zusammensetzung der Jury, die über den Gewinner-Entwurf entscheidet. Die Jury soll aus fünf Mitgliedern der Fraktionen und fünf Delegierten von den Investoren bestehen. Dazu komme die gleiche Zahl an unabhängigen Architekturexperten, sodass die Jury aus 20 Mitgliedern besteht.
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