Lösung im Sinne der Kinder finden

Anzeige
Das Blaue Haus für die Kinderbetreuung am Nachmittag muss dringend erweitert werden Foto: Willkomm

Bürgermeister Mesch: Schulverband steht in der Pflicht

Von Birgit Maurer
Trittau
Wie geht es weiter mit der Schulkinderbetreuung im Blauen Haus? Das beschäftigt viele Eltern, die derzeit nicht wissen, ob sie ab dem kommenden Schuljahr eine Nachmittagsbetreuung für ihr Kind haben oder nicht. Bei der Arbeitsausschuss-Sitzung des Schulverbandes übergaben etwa 50 Eltern eine Unterschriftenliste an den Vorsitzenden des Ausschusses, Stefan Burmester und Schulverbandsvorsitzende Ute Agatz. Es wird der Neubau oder eine andere verlässliche Regelung gefordert. Wegen des erwarteten erhöhten Bedarfs plante der Schulverband seit längerem den Bau eines weiteren Blauen Hauses für acht Gruppen auf dem so genannten B-Platz des Sportplatzgeländes. Es wurde auch vereinbart, dass nur die Gemeinden sich an den Kosten beteiligen, die das Haus auch nutzen. Die provisorische Betreuung in Klassenzimmern des Gymnasiums und der Grundschule ist nicht länger möglich, da die Räume dort benötigt werden. Der letzte Beschluss Anfang Dezember über die Einstellung der Haushaltsmittel wurde dann überraschend gekippt. Seitdem ist offen, ob es für alle Kinder Betreuungsplätze geben wird.

Nicht auf dem Rücken der Kinder


Bürgermeister Oliver Mesch appelliert an alle Beteiligten, noch einmal die Lage abzuwägen. „Der Schulverband ist in der Verpflichtung, eine räumliche Lösung zu finden. Politische Differenzen zwischen den Gemeinden, dem Schulverband oder der Gemeinde Trittau sollten nicht auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden“. Gleichzeitig appelliert er auch an die Politik, noch einmal abzuwägen, ob nicht Trittau den Neubau errichten und später an den Schulverband vermieten könne. Baukosten etwa 1,2 Millionen Euro. Auch den Eltern empfiehlt er, sich Gedanken zu machen, etwa zur Gründung eines Betreuungsvereins oder alternative Betreuungsmodelle. Denn im Gegensatz zu den Kindergartenplätzen für ab Dreijährige, die die Gemeinde vorhalten muss, besteht für die nachschulische Betreuung nur ein „abgeschwächter Rechtsanspruch“ für ein bedarfsgerechtes Angebot, das aber nicht einklagbar ist. Wie Schulverbandsvorsitzende Ute Agatz berichtet, hat der Arbeitsausschuss des Schulverbandes den Beschluss gefasst, die Gemeinde Trittau zu bitten, den Neubau zu tätigen und dann an den Verband zu vermieten. 63 Kinder stehen auf der Warteliste, 235 werden derzeit betreut. Aufgrund verschiedener offener Posten ist unklar, wie viele Plätze wirklich benötigt werden: „Man weiß nicht, wie viele Eltern ihre Kinder abmelden. Zudem haben wir beim Kreis beantragt, die Aufstellungsgenehmigung für die gelben und blauen Container zu verlängern. Das würde auch schon Entlastung bringen“, erklärt Agatz. Sie wünscht sich eine schnelle Realisierung einer Lösung im Sinne der Kinder und Eltern.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige