„Lucia“-Besuch bringt Licht ins Seniorenheim

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Ingo Schütte freut sich über den Besuch der Schüler seines Schwedisch-Kurses, die sich jedes Jahr als Lucia-Sänger verkleiden Fotos: fnf

Tradition erfreut besonders einen ehemaligen Schwedisch-Lehrer

Bad Oldesloe. In zwei Bad Oldesloer Pflegeheimen ist das Luciafest – eigentlich eine schwedische Tradition – aus der Vorweihnachtszeit nicht mehr wegzudenken.
Seit Jahren besucht der ehemalige Schwedischkurs der Bad Oldesloer Volkshochschule immer am 13. Dezember das „Haus am Königsteich und das „Travedomizil“, um die Bewohner mit schwedischen und deutschen Gesängen zu beglücken.
„Für die Schweden ist das Luciafest eine große Tradition. In jedem Ort und in jeder Stadt wird eine Lucia gewählt, die dann mit ihrem Gefolge Schulen, Kindergärten und Altenheime besucht“, erklärt der ehemalige Schwedischkurs-Leiter Jockel Hörlen die Prozedur. „In Bad Oldesloe machen wir das jetzt schon zum neunten Mal.“ Die Gewänder kommen aus Schweden oder wurden eigens genäht.
Die Lucia-Tradition in die Stormarner Kreisstadt zu tragen, gründete sich auf einer Tragödie. Ingo Schütte, Weltenbummler und vor zehn Jahren noch VHS-Schwedischlehrer, hatte einen Schlaganfall erlitten. Seitdem sitzt er im Rollstuhl und lebt im Travedomizil. „Es ist so schön, den Lucia-Umzug und meine ehemaligen Schüler zu sehen“, freut sich der gebürtige Schwede. Bis heute wird er noch regelmäßig von einen Schülern besucht.
Die schwedische Weihnachtstradition allerdings ist immer wieder das Highlight – auch für die anderen Bewohner beider Pflegeheime. In allen skandinavischen Ländern sind die Lucia-Umzüge ein fester Bestandteil der Vorweihnachtszeit. Vermutlich findet das Fest in den Wintersonnenwende seinen Ursprung, die in Schweden bis ins Jahr 1752 immer auf den 13. Dezember fiel.
Auch Einflüsse der christlichen Kirche sind unverkennbar. Nach der gregorianischen Kalenderreform gedachten die Christen der Heiligen Lucia am „neuen“ 13. Dezember. (fnf)
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