Malen mit Aquarell

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Karin Benner in ihrem Atelier. Beim Malen kann sie völlig abschalten Foto: Manuela Keil

Neuer Senioren-Kursus in Trittau

Grande Mohnblumen, Strandkörbe am Meer, ein Leuchtturm, kleine Boote oder Winterlandschaften – die Motive, die Karin Benner für ihre Aquarelle auswählt, sind sehr unterschiedlich ebenso wie die Formate. Diese reichen von Postkartengröße bis zu 50 x 60 Zentimeter großen Bildern. Viele ihrer Arbeiten hängen im Haus der vierköpfigen Familie in Grande. Für den wackligen Planwagen stand ein Gefährt in Arizona Modell, ebenso wie bizarre Felslandschaften des Monument Valley für ein anderes ihrer Werke. Anregungen für ihre Bilder erhält Karin Benner auf Reisen aber auch in ihrer Umgebung. Als Künstlerin hat sie ein anderes Auge für viele Dinge, auch im Alltag. Ein Beispiel dafür ist das Stillleben, das ein Bügeleisen und zwei Sonnenblumen zeigt.
Seit rund 20 Jahren malt Karin Benner. Sie sagt: „Die Aquarell-Malerei ist meine große Leidenschaft.“ Mit 14 Jahren begann sie zu zeichnen, probierte viele Techniken, zunächst mit Bleistift, Kohle und Pastellkreide sowie Buntstiften. Mit 18 Jahren besuchte sie Volkshochschulkurse, testete Öl und Acryl. Später folgten Ausbildungen an der Malschule Goldener Schnitt sowie in der Kunstschule Atelier JAK, bis Karin Benner 1989 bei der Aquarelltechnik hängen blieb. „Mich begeistert die Leichtigkeit des Materials“, sagt sie. Dennoch haben sich ihre Bilder im Laufe der Zeit verändert. Als sie 2011 in der Alten Apotheke in Trittau 60 Bilder ausstellte, war sie selbst überrascht, wie deutlich man eine Entwicklung sehen konnte.
Karin Benner verkauft ihre Bilder seit 1992 und übernimmt auch Auftragsarbeiten, wie für eine Immobilienmaklerin aus Trittau, deren Objekte sie malte. Dabei kam der Industriekauffrau, die technisches Zeichnen beherrscht, diese Fertigkeiten zugute. Denn Häuser in der richtigen Perspektive zu malen, ist kompliziert. Dafür braucht Karin Benner auch mehr Zeit als für Landschaften. Diese können in sechs bis acht Stunden fertig sein. Häuser benötigen sechs bis acht Wochen, wenngleich sie daran nicht jeden Tag arbeitet. Außerdem gibt die Künstlerin ihr Wissen in Kursen weiter - an Kinder und Jugendliche und seit einigen Jahren auch an ältere Menschen, denen Karin Benner diese Freizeitbeschäftigung nahebringen möchte.

„Es ist spannend mit älteren Menschen zu arbeiten.“ Karin Benner

„Es ist spannend und beglückend mit älteren Menschen zu arbeiten. Sie sind wissbegierig und nehmen sich Zeit. Manche entwickeln ein erstaunliches Talent.“ Auch wenn sie vorher noch nie mit Aquarellmalen zu tun hatten, sind gute Fortschritte möglich. Karin Benner zeigt und erklärt die Techniken, wie man den Pinsel hält, wie man auf der Palette Farben mischt – „die meisten nehmen zu viel Farbe“ – wie viel Wasser nötig ist und wie Skizzen gefertigt werden. Sie selbst macht zuerst auch immer eine Skizze. Denn Weiß gibt es beim Aquarellmalen nicht ebenso wie Schwarz. Was später schwarz aussieht ist ein dunkles Grau. Weiße Flächen lässt man stehen, das bedeutet es ist der Malgrund. Man muss also bereits vorher planen und wissen, wo ein Schatten oder wo Lichtreflexe hin sollen. Auch das Lernen die Kursteilnehmer. Ebenso wie geduldig zu sein, denn bei der Aquarelltechnik muss man warten, bis der Hintergrund getrocknet ist. Erst dann lassen sich auf diesen Bäume oder Tiere malen. Karin Benner, die viele Jahre Mitglied im Offenen Atelier in Hamburg war, malt am liebsten Landschaften und Stillleben, keine Menschen. Nordische Motive von der Ost- und Nordsee inspirieren die Malerin ebenso wie Dänemark, Norwegen und Kanada. Dabei kann sie sich völlig ins Malen vertiefen und wunderbar abschalten. Manches Motiv ist auch ein Sehnsuchtsbild – wie das von Australien: „Da möchten wir auch noch hinreisen“, sagt Karin Benner. In Norwegen und Kanada hat die vierköpfige Familie bereits erlebnisreiche Fahrten mit dem Wohnmobil unternommen. (mkei)

26. August bis 23. September, 9 bis 11 Uhr oder von 11.45 bis 13.45 Uhr. Gebühr: 35 Euro, Anmeldung: 04154/ 815 43
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