Matthias Bollmann: „Ziel vor Augen haben“

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Stadtjugendpfleger Matthias Bollmann an seinem Arbeitsplatz Foto: Fischer

Neuer Stadtjugendpfleger für Ahrensburg tritt seinen Dienst an

Von Finn Fischer
Ahrensburg
In Hamburg betreute er über ein Jahrzehnt beim Kinder- und Jugendnotdienst schwer erziehbare Heranwachsende. In Zukunft wird Matthias Bollmann (43) als Stadtjugendpfleger in Ahrensburg der Ansprechpartner für die unter 18-jährige Bevölkerung sein. „Ich wollte jetzt gerne mal etwas kontinuierlicher und langfristiger arbeiten, Konzepte entwickeln und ein Ziel vor Augen haben“, sagt Matthias Bollmann. Seine Arbeit bei der Krisenintervention als Betreuer von „Hartefällen“ sei sehr erfüllend gewesen, aber „nach jeder Krise kommt eben eine neue.“ In Ahrensburg ist das Spektrum, mit dem sich der Vater dreier Kinder befasst, nun breiter gefächert. Es gibt mehr Möglichkeiten, sich zu entfalten. „Mit der Stadt bin ich noch nicht so gut vertraut, ich möchte mir erstmal einen Überblick verschaffen“, sagt der in Marne (Dittmarschen) geborene Diplom-Sozialpädagoge und ausgebildete Verwaltungsfachangestellte. In den kommenden Wochen wird Bollmann Gespräche mit Jugendeinrichtungen führen, um die Schwerpunkte in der Stadt auszuloten.
Nach seiner Ausbildung hat der Stadtjugendpfleger bei der Jugendgerichtshilfe in Hamburg-Mitte gearbeitet, erhielt dann eine Festanstellung bei der FHH, dem Landesbetrieb für Erziehung und Beratung. Dort war er zunächst in einer intensiv betreuten Wohngruppe für Jugendliche zur U-Haftvermeidung tätig, anschließend in der geschlossenen Unterbringung Feuerbergstraße. Von 2003 bis 2011 war Bollmann Angestellter beim Kinder- und Jugendnotdienst (Ambulanter Notdienst). Dann übernahm Bollmann die dortige Leitung der Unterbringungshilfe.
Bürgermeister Michael Sarach ist guter Dinge, sieht in dem neuen Verwaltungsangestellten einen würdigen Nachfolger des in den Ruhestand gegangenen Frank Ropers und Bernd Mayering, der die Stelle über neun Monate kommissarisch inne hatte. „Er bringt Erfahrung aus verschiedenen Bundesländern mit und ist im richtigen Alter“, sagt der Verwaltungschef. „Der Bereich hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt, aber konzeptionell gibt es vieles, was sich noch einbringen lässt.“ Einen Vorteil sieht Sarach auch darin, dass Bollmann eben nicht aus Ahrensburg kommt: „Ein Blick von außen ist von Vorteil.“
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