Mehr Musik für Kids

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Dr. Jens Voß, Vorsitzender des Vereins Jugendorchester Foto: fnf

Verein will neues Konzept erarbeiten, das regeln soll, wer Anspruch auf Förderung hat

Ahrensburg Immer weniger Kinder lernen ein Instrument oder treten einem Orchester bei. Das beobachtet Dr. Jens Voß, Vorsitzender des Vereins Jugendorchester Ahrensburg. Zu seiner wichtigsten Aufgabe zählt der Verein daher die Förderung des musikalischen Nachwuchses. Vor allem Kindern, deren Eltern kein Geld für ein Instrument oder Musikunterricht haben, greift die Initiative unter die Arme. Die Stadt stellt jährlich Mittel für die Förderung des Instrumentalunterrichts von Kindern und Jugendlichen zur Verfügung. Doch mit den 4.700 Euro pro Jahr kommen die Ehrenamtlichen nicht mehr aus. Der Verein hofft zukünftig auf 15.000 Euro. Jens Voß: „Um soziale Benachteiligungen einzelner Familien, insbesondere mit mehreren musikalisch begabten Kindern besser ausgleichen zu können, sollten die von der Stadt zur Verfügung gestellten Mittel für Unterrichtsbeihilfen angehoben werden.“
Gleichzeitig arbeitet der Verein an einem neuen Konzept, das regeln soll, wer Anspruch auf Förderung hat. Mangels Richtlinien vergibt der Verein Bewilligungen nach Augenmaß. „Insbesondere die Frage, ob die Beihilfeempfänger wohnhaft in Ahrensburg sein müssen, ist unbeantwortet und bedarf der Klärung“, so Dr. Jens Voß. Der Verein vertritt den Standpunkt, dass die Mittel für Unterrichtsbeihilfen an alle Kinder und Jugendlichen ausgezahlt werden dürfen, die durch Mitgliedschaft in einem der Ahrensburger Jugend- oder Schulorchester nachweislich mittel- oder langfristig am Jugend-Musikleben in der Stadt teilnehmen.

Verein organisiert internationale Festivals


Neben der Jugendarbeit befasst sich der Verein auch mit der Ausrichtung des Internationalen Kammerorchester-Festivals, und der Unterstützung der verschiedenen Orchester innerhalb der Musikschule, an der Volkshochschule, speziell mit der Förderung des Jugend-Sinfonieorchesters. Doch der Nachwuchs wird rar. „Es gibt einen leichten Mitgliederschwund. Durch den Ganztagsschulbetrieb haben die Kinder immer weniger Zeit.“ Der Verein ist Teil eines Mitte der 70er-Jahre ins Leben gerufenen Kooperationsprojektes, an dem auch das Jugend-Sinfonieorchester beteiligt ist. (fnf)
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