Mit Plastikdeckeln helfen

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Holger Pfau, Geschäftsführer der AWT (v.l.) und Dennis Kissel, Geschäftsführer der AWSH rufen zum Deckelsammeln auf Foto: Maurer

500 Stück für eine Polio-Impfung. Wo gesammelt wird

Trittau Jürgen Heuseler, Vorsitzender der Trittauer Tafel, freut sich: Er bekam von den Geschäftführern Jürgen Pfau (AWT) und Dennis Kissel (AWSH) einen Scheck über 1.000 Euro überreicht. Dabei handelt es sich um die Einnahmen des Tags der offenen Tür bei der Abfallwirtschaft.
„Der Erlös von Kaffee und Kuchen und von Kompost, jeweils gegen Spende, wurde von uns noch aufgerundet“, so Pfau. Da man Energie produziere, soll die Spende auch für Energie genutzt werden. „Wir haben durch unsere Kühlschränke und den Kühlraum jeden Monat hohe Energiekosten von etwa 200 Euro. Wenn das jetzt durch die Spende gedeckt wird, bleibt mehr Geld, um auch mal was zuzukaufen, wenn das Angebot knapp wird“, so Heuseler. Immerhin kommen pro Woche etwa 120 Kunden zur Tafel, um sich kostenlose Lebensmittel abzuholen, die von Supermärkten und Bäckereien gespendet werden. Eigentlich sollten die Bedürftigen direkt einen Zuschuss für Strom bekommen, was aber aus rechtlichen und organisatorischen Gründen nicht machbar ist.
Darüber hinaus stellte Dennis Kissel das von ihm im vergangenen Jahr initiierte Projekt „500 Deckel“ vor. Gemeinsam mit dem Rotaryclub werden inzwischen bundesweit Deckel von Getränkeflaschen gesammelt. Der Rohstoff Polyethylen lässt sich gut verkaufen, eine Tonne für 300 bis 600 Euro. Für 500 verkaufte Deckel kann eine Impfung gegen Polio bezahlt werden. Besonders in Afghanistan und Pakistan werden bislang nur wenige Kinder gegen die Kinderlähmung geimpft. Die Rotarier haben sich zum Ziel gesetzt, die Krankheit zu besiegen. Sammeltonnen werden jetzt auch bei der Trittauer Tafel aufgestellt, zudem steht eine im Getränkemarkt bei Edeka in Trittau und bei der AWT selbst. Weitere Standorte können auf der Homepage www.awsh.de ermittelt werden. Bislang sammeln Privatpersonen, Kindergärten und Schulen Plastikdeckel für den guten Zweck und auch die Bundespolizei macht mit. Die Mineralölfirma Shell gab 60.000 Deckel, die aus einer Fehlproduktion stammen. Ein toller Nebeneffekt sei, dass Eltern die von dieser Aktion erfahren auch die Impfpässe ihrer Kinder überprüfen und den Schutz gegebenenfalls auffrischen. Gesammelt werden können Deckel von Getränkeflaschen und Milch, Ein- und Mehrweg sowie Tetrapacks. (bm)
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