Mit Tradition und Trends

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VHS-Leiterin Petra Luck in ihrem Büro mit Programmheften der vergangenen Jahre Foto: bm

50 Jahre Volkshochschule: Empfang und Ausstellung am 10. Oktober

Von Birgit Maurer
Trittau
Die Volkshochschule (VHS) feiert am Sonnabend, 10. Oktober, um 11 Uhr im Campehaus ihr 50-jähriges Bestehen mit einem Empfang und einer Ausstellung. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Die Ausstellung wird zum einen von Archivar Leif Erik Pöppel erstellt, zum anderen von Besuchern der VHS gestaltet, die am Kreativwettbewerb teilnehmen.
„Ich möchte wissen, welche Gedanken, Meinungen und Erlebnisse Bürger mit der VHS verbinden“, sagt Petra Luck, die seit einem Jahr die VHS-Leitung übernommen hat und gespannt ist auf Erzählungen aus der Zeit davor. Sie selbst hat in den alten Programmen gewühlt und festgestellt: „Es gibt Kurse, die sind von Anfang bis heute dabei, wie Kochen, Nähen und Sprachen. Anderes wandelt sich“.
Schon in der Broschüre zur Eröffnung am 24. September 1965 hieß es: „Je mehr die moderne Entwicklung bietet, um so mehr fordert sie vom Menschen: In der Arbeit, der Familie, im Geistigen. Wir alle sind gezwungen, mit dem Fortschritt mitzugehen, d.h. aber: Immer Neues aufnehmen, immer Neues lernen“. Das sei auch heute noch gültig, so Luck: „Wir wollen die Tradition würdigen, aber aktuell bleiben und Trends aufgreifen. Ich denke, wir sind gut aufgestellt“.
In der Broschüre wird der Zeitgeist noch sehr deutlich: Angeboten wurden früher Buchführung, Nähen, Kochen, Englisch, Französisch und „Richtiges Deutsch“ und es gab Arbeitsgemeinschaften zum Thema Briefmarkentausch, Kommunalpolitik und Alltagsrecht. Theaterfahrten und Wanderungen standen ebenfalls auf dem Programm.Auch langjährige Mitarbeiter gibt es. Die Yogalehrerin Rosemarie Toschek und Susanne Rosenhagen, die den Coronarsport anbietet, sind von Anfang an dabei. Beide Angebote erfreuen sich großer Beliebtheit. Auch Bürgermeister Oliver Mesch lobt: „Die VHS ist alt und gleichzeitig jung. Sie ist eine fest verankerte Institution, die aus Trittau nicht mehr wegzudenken ist“.
Gerade jetzt sei sie sehr wichtig, da sie Sprachkurse für die Flüchtlinge anbiete.
Schon 1879 gab es mit der Humboldt Akademie Vorläufer der VHS. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Heimvolkshochschulen gegründet, die an einem festen Ort Kurse anboten. 1953 wurde der Deutsche Volkshochschulverbund gegründet mit der Bestrebung, die VHS flächendeckend einzuführen. 1965 wurde die VHS Trittau gegründet.
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