Modellboote zu Wasser gelassen

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Die Modellschiffe sehen mit etwas Fantasie aus der Ferne fast wie echte Boote aus.Foto: rh
Reinfeld. Lars Brüß überprüft die Leinen, die Elektrik im Schiffsbauch. Er macht sein Modellschiff, das Modell „Micro Magic“ der Firma Graupner, für seine erste Fahrt auf dem Herrenteich klar.
Dann ging es ab aus Wasser. Sofort legte sich sein Modellschiff in den Wind und steuerte auf die nächste Boje zu. Lars Brüß lenkte sein Schiff mit einer Funkfernsteuerung, die die Segel und das Ruder bewegt. „Das ist fast wie richtiges Segeln“, sagte der 18-Jährige, der im letzten Jahr auf dem Karpfenfest mit der Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr den dritten Platz bei der Modellregatta um das „Blaue Band“ der Karpfenstadt errang und selbst einen Segelschein besitzt.
„Da kriegt man schneller den Dreh raus“, sagte er. Das Schiff, das über die Wellen glitt, ist bereits sein Zweites. „Florian“, sein erstes Boot, muss repariert werden, weil es voll Wasser läuft. „Es ist halt schon ein bisschen in die Jahre gekommen“, sagt Lars.
Zwölf jugendliche Modellschiff-Besitzer fanden sich an der Seepromenade ein, um das erste Mal ihre Boote zu Wasser zu lassen. Auch Vorjahressieger Morten Lütje legte noch letzte Hand an sein Schiff. Er spannte die Segel mit festem Nylonband. Dann glitt es (der Wind hatte plötzlich nachgelassen) sanft über den Herrenteich. Mit ein wenig Fantasie sahen die Modellschiffe in der Ferne täuschend echt aus. Konzentriert beobachteten die jungen Modellbauer ihre Schiffe auf dem Wasser und steuerten sie mit dem Wind geschickt durch das mit Bojen abgesteckte Dreiecksparcours.
Sie trainieren schon für die siebte Modellregatta, die während des Karpfenfestes am Sonntag, 2. September, 14 Uhr stattfindet. Ein freies Training ist für Sonnabend, 25. August, 15 Uhr, angesetzt.
„Im Sommer trainieren wir regelmäßig für die Regatta“, sagte Rolf Nielsen, Initiator des Modellschiff-Projektes und Mitglied beim Runden Tisch „Reinfelds Zukunft“. Er leitet die Jugendlichen beim Bau der Schiffe an. Das dauert schon so einige Tage, denn die kleinen Segler müssen mit speziellem Kleber wasserfest gemacht werden.
„Wir würden uns über weitere Sponsoren freuen, die den Kauf der Schiffe unterstützen“, so Rolf Nielsen. Denn ein kompletter Modellbausatz kostet 250 Euro. Viele Sponsoren aus der Reinfelder Geschäftswelt haben das Projekt bereits tatkräftig unterstützt. Neue Interessenten sind ebenfalls herzlich willkommen. Nielsen: „Wir freuen uns auf weitere Fans und Regatta-Teilnehmer.“ Infos gibt es unter Tel.: 04533/ 22 95 oder www.rundertisch-reinfeld.de. (rh)
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