Nach Sturm: Bäume im Beimoor können noch stürzen

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Förster Andreas Körber ist nach dem Sturm mit Aufräumen beschäftigt. Spaziergänger sollten im Wald vorsichtig sein Foto: cy

Vorsicht im Wald

Von Cetin Yaman
Lütjensee. Andreas Körber, Mitarbeiter der Försterei Lütjensee, ist eindringlich und eindeutig: „In den betroffenen Waldgebieten, wie im Beimoor ist nach dem Sturm „Christian“ noch keine hundertprozentige Sicherheit vorhanden. Es sind zahlreiche Bäume durch den Sturm gelockert, es können noch welche umfallen.“ Weiterhin befinden sich noch in den Baumkronen Äste, die herunterfallen könnten. Daher sei es noch gefährlich, sich im Wald aufzuhalten und Spaziergänge sollten nur mit größter Vorsicht unternommen werden. In den vergangenen Tagen waren engagierte Forstwirte der Försterei damit beschäftigt, Wege abzufahren, aufzuräumen und eine Schadensbilanz zu erstellen. Diese fiel im Zuständigkeitsbereich der Försterei Lütjensee (etwa 1600 Hektar) länger aus als in der angrenzenden Hahnheide. Vor allem im Waldgebiet Beimoor schlug der Sturm mit Orkanböen kräftig zu. Rund zwei Drittel der insgesamt
1500 Bäume, die entweder umgeworfen, entwurzelt oder abgebrochen wurden, befinden sich in diesem Bereich. Die meisten sind Nadelbäume, ein Umstand, der mit der Jahreszeit zu tun hat, wie Körber erläutert. „Die Laubbäume haben schon fast alle ihre Blätter verloren, deswegen boten die Nadelbäume für den starken Wind eine große Angriffsfläche.“. Von diesen wiederum traf es hauptsächlich die Fichten, diese haben zusätzlich flache Wurzeln. Für den Förster war es schon immens, was während des Sturmes passiert ist. „Ich bin seit 1989 Förster hier und dieser Sturm war, von den Schäden betrachtet, einer der schlimmsten in den vergangenen zwei Jahrzehnten“, sagt er. Dennoch seien die Sturmschäim Süden Schleswig-Holsteins geringer als im Norden. Dort habe Sturm „Christian“ heftiger gewütet.
Zwei Drittel der 1500 Bäume im Beimoor wurden durch den Sturm „Christina“ beschädigt. Noch immer hängen abgerissene Äste in den Baumkronen, viele Fichten wurden entwurzeln und können umstürzen.
Das Spazierengehen ist vor allem in diesem Waldgebiet daher derzeit noch gefährlich. Die Menschen sollten sehr vorsichtig sein.
Nun sind die Förstereien mit Aufräumen beschäftigt. Bis März werde das Reinemachen dauern, berichtet Förster Andreas Körber, der für das Waldstück Beimoor zuständig ist. Neben dem Aufräumen gibt es in den Waldgebieten Stormarns derzeit viel zu tun. So sind die Arbeiter mit Durchforstungen beschäftigt. Dabei ziehen sie mit einem Harvester (Holzerntemaschine) durch das Gehölz. Zudem werden Buchen und Douglasien gepflanzt. Auf den Holzertrag habe der Sturm „Christian“ zum Glück keinen Einfluss. Trotz der großen Schäden, seien fast keine Verluste an Holz entstanden. (cy)
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