Nachmieter für das Gemeindehaus gesucht

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Für das Gemeindehaus von St. Joahnnes gibt es viele Interessenten

Stadt möchte Gebäude als Kinderhort nutzen – „Kirche muss Signal geben“

Ahrensburg. Vieles ist in der Stadt in Bewegung, aber endgültige Entscheidungen stehen noch aus. Was wird aus dem Vereinshaus der DLRG? Wie werden in Zukunft die St. Johanniskirche und das Gemeindehaus genutzt? Und wo werden in Zukunft die Flüchtlinge wohnen, die der Stadt zugewiesen werden?
Ein Ergebnis steht bereits fest: Für Flüchtlinge ist das Gemeindehaus nicht geeignet. Das hat eine Prüfung vor Ort durch zwei Fachbereichsleiter der Stadt ergeben. So seien die Gruppenräume zur Unterbringung von Familien nicht geeignet und es gebe zudem keine geeigneten Sanitäranlagen, sagt Stadtsprecher Andreas Zimmermann.
Der Wunsch von Christian Werner, Vorsitzender des Finanz- und Controlling-Ausschusses der Kirchengemeinde St. Johannis für das Pastorat und Gemeindehaus lautet: Eine Lösung im Jahr 2014 zu finden. „Wir sind mit vielen Leuten im Gespräch. Es gibt sowohl Anfragen von der Stadt als auch von gewerblichen Interessenten.“ Für die DLRG, von dem Verein liege ebenfalls eine Anfrage vor, kämen die Räume jedoch nicht in Frage. Dies sei schon in den fehlenden finanziellen Möglichkeiten begründet. Werner: „Die Kirchengemeinde verkauft kein Gemeindehaus, wenn da nicht ein finanzieller Druck hinter steht. Wenn man sich entschließt, den Standort aufzugeben, sind die Einnahmen wichtig.“ Derzeit sei jedoch alles weitere offen. „Wenn die Stadt das gesamte Gebäude abnehmen würde, wäre das wunderbar.“ In der Diskussion ist ebenfalls, ob das Gemeindezentrum und Pastorat als Kinderhort der Grundschule Am Reesenbüttel genutzt wird. Zum nächsten Schuljahr werden 75 zusätzliche Hortplätze benötigt. „Wir haben großes Interesse, das Gemeindehaus als Kinderhort zu nutzen“, sagt Stadtsprecher Zimmermann. Allerdings seien die Bedingungen noch nicht klar. „Die Kirche müsste ein Signal geben und ein konkretes Angebot machen.“
Die Stadt hat großes Interesse am Gemeindehaus der St. Johannesgemeinde. Denn in der Schlossstadt herrsche ein Mangel an öffentlichen Gebäuden.
Auch die Rettungsschwimmer der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) brauchen neue Räumlichkeiten. Sie müssen Ende Juni nächsten Jahres aus ihrem Holzhaus am Reeshoop ausziehen.
Zum Verbleib der DLRG sagt Stadtsprecher Andreas Zimmermann: „Die Stadt ist nicht der Vermieter der Räume und nicht verpflichtet, der DLRG Ersatzräume zur Verfügung zu stellen.“ Gleichwohl wolle man den Verein, der viel tut und bei dem Kinder Schwimmen lernen, bei der Suche nach geeigneten Räumen unterstützen. Auf der anderen Seiten müsse die Stadt alle Vereine gleich behandeln.
(kei)
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