„Naherholung statt neuer Fischzucht“

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Tom Schau, neuer Geschäftsführer der ASP Projekt Fischteiche GmbH, will den Dialog mit Politik und Bevölkerung suchen, um gemeinsam ein städtebauliches Konzept zu erarbeiten Foto: hs

Timmerhorner Teiche: ASP-Geschäftsführer kündigt Dialog an

Ammersbek. Auf der gemeinsamen Sitzung des Bauausschusses und des Umweltausschusses vergangene Woche in Ammersbek stellte Tom Schau, seit Januar diesen Jahres neuer Geschäftsführer der ASP Projekt Fischteiche GmbH, seine Ideen zur Nutzung des Geländes der Timmerhorner Teiche vor.
Im Jahr 2009 hatte die Auto-Service-Park-Gesellschaft (ASP), deren Gesellschafter der Unternehmer Christoph Kroschke ist, das 39 Hektar große Gelände im Nordosten Ammersbeks ersteigert. Die Bebauungspläne des damaligen Geschäftsführers stießen auf Widerspruch, die Gemeinde verhängte eine Veränderungssperre, die noch bis Januar 2014 gilt. Tom Schau möchte jetzt einen Neustart wagen und gemeinsam mit der Gemeinde eine Lösung für die Nutzung des Geländes finden. Dafür will er die Politik von Anfang an in die Planung miteinbeziehen. „Mein Vortrag sollte darauf zielen, dass man miteinander überlegt, wo die gemeinsame Schnittmenge ist“, erklärt Tom Schau. „Man muss einen Konsens finden, bei dem die Interessen des Eigentümers und die Interessen der Öffentlichkeit einbezogen werden.“ Bei den neuen Planungen sollen sowohl die Wünsche der Bevölkerung als auch der Natur- und Umweltverbände berücksichtigt werden. Laut einer Bürgerbefragung sei der Gemeindewillen ein Naherholungsgebiet und nicht die Neuansiedlung von Binnenfischzucht, so Schau. Der neue Geschäftsführe hat auch bereits einige Ideen zur Nutzung des Geländes: Angeln, Boot fahren, Wandern, auch einen Naturlehrpfad könne er sich vorstellen.
Auch eine Siedlungserweiterung sei möglich, allerdings in geringem Maße: „Es spricht nichts gegen eine behutsame Bebauung.“ Einige Stellen an den Teichen sind inzwischen durch das längere Brachliegen des Geländes zu Biotopen geworden. Auch hierfür muss eine Lösung gefunden werden. „Wir müssen überlegen, wo Biotope erhalten werden, wo Freizeitangebote entstehen und wo Biotope zurückgebaut werden sollen“, erklärt Tom Schau.
Doch bevor konkret geplant werden kann, müssen alle Fragen geklärt werden. Für die Ausarbeitung des Bebauungsplans fordert Schau deshalb das Bilden einer Arbeitsgruppe. Die Gutachten, die von den Fachleuten erstellt werden, sollen in die Planung einfließen und so Sachargumente liefern, dem Umweltausschuss und dem Bauausschuss damit fachliche Diskussionsvorlagen geliefert werden.
„Wir wollen, dass die Sachargumente parteiübergreifend geprüft und daraus ein vernünftiges städtebauliches Konzept entwickelt wird. Ich hoffe, dass da ein wirklicher Dialog stattfindet“, sagt Tom Schau. (hs)
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