Neue Beauftragte für Flüchtlingsfragen

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Gabriele Abel (l.) und Ulrike Meyenborg zeigen die bestrickten Stoffteddys. So einen bekommt künftig jedes Flüchtlingskind im Raum Bargteheide Foto: cs

Bargteheide ist stolz auf seine Willkommenskultur, sucht aber Wohnraum

Bargteheide Die Kooperation zwischen Bargteheide Stadt und Land funktioniert seit Jahren gut und produktiv. Dies wollen die beiden Verwaltungen nutzen, und sich gemeinsam der Herausforderung des ansteigenden Flüchtlingsstroms stellen.
„Wir sehen es als gemeinsame Botschaft, den ankommenden Menschen zu sagen, dass sie hier willkommen sind“, sagt Bürgermeister Henning Görtz.
Aktuell werden in Stadt und Land über 180 Flüchtlinge betreut. „Bis Ende des Jahres wird die Zahl auf über 300 Personen anwachsen“, so Görtz. Dabei stellen die Verwaltungen ihre Arbeit auf drei Säulen. Eine herzliche Willkommenskultur, eine vernünftige Unterbringung der Flüchtlinge sowie eine gesicherte Betreuung. Dazu haben Stadt und Land eine gemeinsame Stelle geschaffen. Seit Februar kümmert sich Ulrike Meyborg hauptberuflich um die Flüchtlingsintegration sowie die Organisation des ehrenamtlichen Engagements. Unterstützt wird sie dabei von der Gleichstellungsbeauftragten Gabriele Abel. Die enge Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land sei bedingt durch die vielen Verflechtungen wie Kindergärten, Schulen oder Ärzte besonders sinnvoll.
„Gemeinsam wurde ein verlässliches Netzwerk geschaffen“, betont Amtsvorsteher Herbert Sczech. „So ist es uns gelungen, auch bei den Bürgern ein hohes Maß an Akzeptanz zu schaffen.“ Derzeit gibt es in Bargteheide 50 Helfer und Paten sowie über 20 Institutionen, die gemeinsam zum Wohle der Flüchtlinge tätig werden. Sie kümmern sich um Hilfsmittel, geben Sprachkurse oder begleiten Flüchtlinge zu Ärzten und Ämtern. „Es gibt eine große Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung“, sagt auch Bernd Gundlach, leitender Verwaltungsbeamte im Amt Bargteheide Land.
Gerade wurde eine Nähstube eingerichtet und eine Website mit einem virtuellen Lager an Hilfsmitteln wird entwickelt.
Das größte Problem: Die Gemeinden und Stadt brauchen mehr Wohnraum. „Wer welchen zur Verfügung hat, soll sich bitte melden“, appelliert Sczech. „Ganz akut suchen wir für zwei Paare, die Nachwuchs erwarten nach Wohnungen“, sagt Dietmar Fleischmann vom Ordnungsamt. „Es sollte kein Baby obdachlos aufwachsen.“ (cs)

Mehr Informationen unter E-Mail: meyborg@bargteheide.de
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