Neue Eindrücke aus der Vergangenheit

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Claus von Hausen freut sich vor dem Stadthaus auf den vierten Band seiner Buchreihe „Bad Oldesloe in alten Bildern“. Foto: cb

Buch über Bad Oldesloe in faszinierenden, alten Bildern

Bad Oldesloe Am Anfang war eine Idee. Die Idee, die Stadtgeschichte von Bad Oldesloe nicht in Vergessenheit geraten und die Historie aufleben zu lassen.
Als Claus von Hausen (77), etablierter Journalist, Verlagsgründer und ehemaliger Vorsitzender der Gemeinschaft Oldesloer Kaufleute, vor vier Jahren seinen ersten Band „Bad Oldesloe in alten Bildern“ veröffentlichte, konnte er nicht ahnen, dass er damit den Nerv der Oldesloer getroffen hatte.
Jetzt steht bereits der vierte Band unmittelbar vor der Vollendung. Er erscheint, wie bereits auch die anderen drei Bände, in einer Auflage von 1.000 Exemplaren spätestens kurz vor den Sommerferien.
Dank der Unterstützung aus der Bevölkerung und zahlreicher Firmen, die dem Verlag ihre historischen Schätze in Form von alten Fotografien oder Lichtbildern zur Verfügung gestellt haben, konnte die Anzahl der Bilder, die in den ersten Bänden jeweils etwas über hundert lag, auf über 170 erhöht werden. „Das Schönste an dieser Arbeit ist die Zusammenarbeit mit der Oldesloer Bevölkerung. Sie öffnen ihre Familienalben. Das ist ein großer Vertrauensbeweis“, freut sich Autor Claus von Hausen.
So geht es beispielsweise um die einstige Freilichtbühne, die seinerzeit dort stand, wo heute gerade die Schwimmhalle restauriert und umgebaut wird, den Umzug des Kindervogelschießens, der einst am Pferdemarkt seinen Wendepunkt hatte, die sechs selbständigen Bäckermeister, die mit ihrer Innung allerlei in Oldesloe auf die Beine stellten und den naiven Maler „Krischan“ Thegen, der einst mitleidvoll belächelt wurde und dessen Werke heute in renommierten Galerien selbst in Zürich und New York hoch gehandelt werden.
Breiten Raum nehmen in dem vierten Band bekannte Oldesloer Firmen ein, die mehr als fünfzig Jahre in der Stadt tätig waren oder es teilweise auch heute noch sind. Die Palette reicht dabei von A wie Autokraft, die 1960 die Oldesloer Omnibusbetriebe Guske übernahm, bis hin zu Z wie das Restaurant Zur Mühle, das seit 1904 an drei unterschiedlichen Standorten seine Gäste bewirtet.
Selbstverständlich gehören auch so renommierte Unternehmen wie der seit 1875 als erster seiner Branche in Oldesloe tätige Juwelier Giese an der Ecke Mühlenstraße/Lange Straße (heute Hindenburgstraße)); die 1921 gegründete Nordische Elektrizitätsgesellschaft Carl Hoffmann, die so bekannte Unternehmen wie Mercedes Benz, Audi, NSU, Lanz und Alfa Laval vertrat; die weit über die Stadtgrenzen hinaus beliebten Textil-Firmen Gebrüder Petersen und Herrenausstatter Knüppelholz; die weithin bekannte Eisdiele Krieps; die noch heute tätigen Industriebetrieb Hamburger Drahtseilerei und Lotos Büromöbel (einst Kayser & Wex) und nicht zu vergessen die deutschlandweit bekannten Mühlenwerke Ströh.
„Ich gucke nicht wehmütig zurück, aber wir sollten unsere Geschichte nicht vergessen. Die Leute sollen wissen, dass sie an einem geschichtsträchtigen Ort leben“, sagt der gebürtige Schlesier, der im Alter von zehn Jahren auf der Flucht vor der Roten Armee nach Stormarn kam.
„Man muss die Historie bewahren, um das Neue beurteilen zu können“, fügt er hinzu und appelliert an die Oldesloer: „Alle müssen an einem Strang ziehen. Wir Oldesloer müssen gemeinsam etwas für unsere Stadt tun.“ Den Anfang hat Claus von Hausen gemacht.
Das neue Buch „Bad Oldesloe in alten Bildern IV“ kann in den Buchhandlungen Rehme und Willfang und im Oldesloer Heimatverlag N. von Hausen unter Tel.: 04531/18 10 58 vorbestellt werden. Vorbesteller sparen fünf Euro und zahlen nur 14,95 Euro. (cb).
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