Neue Energie aus Abfall

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Holger Pfau (v.l.), Frank Schifferdecker, Wolfram Gelpke und Dennis Kissel öffnen das Ventil der Fernwärmeleitung

Technologiepark bekommt Strom aus der Biogasanlage Trittau

Von Michael Sakrzewski
Trittau. Ab sofort beliefert die Bio-Vergärungsanlage des Abfallwirtschaftszentrums Trittau (AWT) das etwa 400 Meter entfernte eigene Bürogebäude sowie einige andere Einrichtungen im Technologiepark mit umweltfreundlicher Wärme und Strom. Stormarns Kreispräsident Hans-Werner Harmuth und Vertreter der Abfallwirtschaft Stormarn (AWSH) eröffneten die Anlage feierlich. Die Biogasanlage gilt nun als nachhaltigste dieser Art in Schleswig-Holstein.
Der Biomüll, das sind Abfälle aus der „braunen Tonne“ und Kompostprodukte, wird künftig nicht nur als Dünger verwertet, die Gase, die bei dem Prozess entstehen, werden zusätzlich in ein Blockheizkraftwerk eingespeist, wo sie zu Heizenergie und Strom umgewandelt werden. In das bestehende Wärmenetz wird diese in Form von Wasser eingespeist und garantiert so die Versorgung. Die Betreiber hoffen, jährlich etwa eine Million Kilowattstunden zu erzeugen. Das soll für etwa 1000 Haushalte ausreichen.
25.000 Tonnen Bioabfall wurden bereits im vergangenen Jahr aus den Kreisen Stormarn und Herzogtum-Lauenburg auf diese Weise verwertet. Um so viel Biomaterial wie möglich zu bekommen, hatte das AWT in diesem Jahr ihr Tarifkonzept umgestellt. Damit sollten die Verbraucher motiviert werden, mehr Müll zu trennen. Nach Untersuchungen der AWSH gehörten 40 Prozent der Abfälle im Restmüll eigentlich in die braune Tonne. Nach ersten Erkenntnissen sei die Mülltrennung nun effektiver.
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