Neue Not-Unterkünfte

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Bürgermeister Janhinnerk Voß steht neben der bisherigen Notunterkunft und zeigt die Pläne des Neubaus

Großhansdorf will vier Wohnungen für 363.000 Euro bauen

Von Manuela Keil
Großhansdorf. Janhinnerk Voß sieht positiv in die Zukunft. „Wir schaffen es auch zukünftig, alle Asylbewerber unterzubringen“, sagt der Verwaltungschef der Waldgemeinde. Derzeit leben in den Notunterkünften neun Menschen. Zwei deutsche Obdachlose sowie Asylbewerber aus dem Iran, Syrien, Pakistan und türkische Kurden sind in den beiden Gebäude, die 1963 gebaut wurden, untergebracht. In diesem Jahr werden Großhansdorf weitere Flüchtlinge zugeteilt.
Doch die Unterkünfte sind renovierungsbedürftig. Jedoch hätte der Fußboden nicht renoviert werden können und eine energetische Sanierung hätte überdies den finanziellen Rahmen gesprengt. „Deshalb ist ein Neubau langfristig sinnvoller“, sagt Großhansdorfs Bürgermeister Janhinnerk Voß. Dieser kostet insgesamt 363.000 Euro und wird in zwei Bauabschnitten erfolgen. Mit dem Abriss des einen Gebäudes soll demnächst begonnen werden. Derzeit läuft die Preisanfrage bei mehreren Abrissfirmen. Der Neubau besteht dann aus vier Wohnungen für jeweils bis zu vier Personen, also maximal 16 Menschen können jeweils in einem Gebäude wohnen. In diesen ersten Neubau ziehen dann die derzeitigen Bewohner um. Danach kann mit dem zweiten Bauabschnitt und dem zweiten Flachbau begonnen werden.

Je 36 Quadratmeter Wohnfläche

Die Minimalwohnungen haben jede etwa 36 Quadratmeter Wohnfläche. Sie bestehen jeweils aus einem Wohnraum mit einer Kochnische sowie zwei Räumen mit zwei Schlafplätzen. Zwischen den Schlafräumen befindet sich ein Bad. Jeder der Räume hat ein Fenster. Insgesamt hat jedes der beiden 25 langen und über acht Meter breiten neuen Gebäude rund 160 Quadratmeter Wohnfläche. Außerdem steht noch pro Gebäude eine Waschküche zur Verfügung. Diese Minimalwohnungen sind jedoch nicht für dauerhaftes Wohnen vorgesehen. Sie sind laut Voß eine Art Zwischenunterkunft. Es sei jedoch für die Asylbewerber oder die Wohnungslosen schwierig, Wohnraum auf dem freien Wohnungsmarkt zu finden. Die meisten der derzeit in der einen Unterkunft lebenden Asylbewohner sind 2011 gekommen, und häufig laufen die Verfahren noch, so Bürgermeister Voß.
„Wir kümmern uns seit 20 Jahren um die Menschen in den Schlichtwohnungen. Und es hat noch nie Probleme gegeben.“ Allerdings trage auch die ehrenamtliche Arbeit von Lore Grube erheblich dazu bei, die sich fast täglich um die Asylbewerber kümmert. Voß: „Frau Grube gibt den Menschen Sprachunterricht, beschafft für die Bewohner Fahrräder und Busfahrkarten und setzt sich auch bei uns im Rathaus immer wieder für sie ein .“ Wenn alles planmäßig läuft, kann auch der zweite Neubau bereits Ende 2014 bezugsfertig sein.
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