Neue Nutzung geplant

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Für das kontaminierte Grundstück an der Bunsenstraße hat sich ein Kaufinteressent gefunden. Das benachbarte Unternehmen Rotexmedica will darauf bauen. Nun wird das Erdreich gesäubert Foto: fp

Arzneimittelfirma expandiert an der Bunsenstraße

Von Frauke Pöhlsen
Trittau. Für die durch Altlasten kontaminierte Gewerbefläche in der Bunsenstraße gibt es eine Lösung. Wie Bürgermeister Walter Nussel jetzt bekanntgab, plant das benachbarte Pharmaunternehmen Rotexmedica sich zu vergrößern. und habe Interesse für das Grundstück gezeigt.
Auf dem Gelände im Gewerbegebiet ereignete sich vor 28 Jahren ein Chemieunfall. Obwohl damals eine Behandlung des verseuchten Bodens von dem verursachenden Unternehmen für chemische Reinigungsmittel erfolgte, befinden sich noch heute Altlasten in über fünf bis zehn Metern Tiefe auf dem Grundstück. Lange Zeit geriet die Fläche in Vergessenheit. Erst im vergangenen Jahr ergab eine Untersuchung von Erd- und Bodenluftproben eindeutig, dass eine Belastung mit Halogenen in der Bunsenstraße und dem südöstlich angrenzenden Bereich vorhanden ist, die in hoher Konzentration krebserregend ist. Grenzwerte für eine besondere Gefährdung waren zum damaligen Stand jedoch nicht erreicht. „Die Kosten für die Sanierung des Grundstücks betragen zwei bis zweieinhalb Millionen Euro“, sagte Nussel. „Die müsste der Eigentümer tragen, wäre er vorhanden.“ Da keiner im Grundbuch eingetragen ist, wird die Wirtschaftsaufbaugesellschaft Stormarn (WAS) einspringen. Die Rechtslage wurde in der Zwischenzeit von Anwälten geklärt. Die Sanierung des verseuchten Grundstücks wird zu großen Teilen aus EU-Mitteln gefördert. Das Pharmaunternehmen (vertreibt Hormone, Vitamine, Blutgerinnungsmittel Heparin) wird sich nach Aussagen des Bürgermeisters ebenfalls an den Kosten beteiligen. „Von den restlichen 700.000 Euro Sanierungskosten werden ein Drittel von der Gemeinde übernommen“, sagte Nussel.
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