Neuer Autohof bei Hammoor

Anzeige
Regelmäßig sind Halteplätze für Lkw am Rastplatz Buddikate belegt. Truckerfahrer müssen auf Gewerbegebiete ausweichen. Ein neuer Autohof bei Hammoor könnte Abhilfe schaffenFoto: fnf

Grünes Licht für Pläne der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn

Von Finn Fischer
Bad Oldesloe. Auf dem Rasthof Buddikate stehen die Lastwagen an den Wochenenden regelmäßig dicht an dicht. Manche Trucker weichen auf die Gewerbegebiete der Stormarner Gemeinden aus. Die Folge: verschmutzte Straßen und verärgerte Anwohner. Wenn die Fehmarn-Belt-Querung kommt, dürfte sich die Lage noch verschärfen. Ein neuer Autohof bei Hammoor könnte weitere Stellflächen für die Gespanne schaffen. Die Realisierung des Projektes rückt in immer greifbarere Nähe. Norbert Leinius, Geschäftsführer der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS), hat nun bei einem Sondierungsgespräch mit Landrat Klaus Plöger, der Umweltbehörde und weiteren Planern grünes Licht bekommen.

Baubeginn 2015?

WAS-Projektleiter Georg Frank: „Bei dem Gespräch konnten die beteiligten Behörden, insbesondere im Bereich Naturschutz überzeugt werden, das Projekt positiv zu begleiten und zu unterstützen. Dabei gibt es noch einige „Hausaufgaben“ in Form von sogenannten faunistischen Untersuchungen, die von der WAS zu bearbeiten sind. Ein erster Auftrag hierzu wurde bereits an ein Fachbüro erteilt.“
Man ist sich offenbar einig, das ein solches Projekt wichtig für den Kreis Stormarn ist. Allein schon um den teils massiven Verschmutzungen in den Gewerbegebieten Herr zu werden. Der neue Autohof könnte bereits 2016 fertig gestellt werden – wenn alles nach den WAS-Vorstellungen läuft. „Wir gehen davon aus, dass etwa in der ersten Jahreshälfte 2014 die entsprechenden Verfahrensschritte zur Durchführung des Bauleitplanverfahrens in Abstimmung mit der Landesplanung eingeleitet werden können“, so Frank.
Bevor die Planungen konkretisiert werden können, muss in einem Umweltgutachten untersucht werden ob auf dem rund acht Hektar großen Baugrundstück Haselmäuse oder andere schützenswerte Tierarten heimisch sind. Wäre dies nicht der Fall, könnte bereits 2015 der Baubeginn erfolgen. Wie viele Stellplätze durch das Projekt entstehen sollen, ist noch nicht bekannt. „Der tatsächliche Bedarf ist sicher auch recht schwer einzuschätzen, da viele Trucker derzeit noch in die autobahnnahen Gewerbegebiete ausweichen“, erklärt der Projektleiter und vermutet, dass der „Druck sicherlich mit Schaffung der festen Fehmarnbelt-Querung noch weiter zunehmen wird.“

Touristinfo geplant

Mit einem potenziellen Betreiber steht die WAS bereits in Kontakt. Nach bisher bekannten Konzeptüberlegungen soll der Autohof auf einer Fläche von etwa 6,5 Hektar folgende Bereiche abdecken: Tanken, Tankshop, Sanitärbereiche, Gastronomie, Motel oder Hotel mit Tourismusanlaufstelle, Verwaltungs- und Schulungsbereich. Außerdem könnte auf dem Gelände eine Touristeninformation entstehen. Das Angebot soll auch für Autofahrer attraktiv werden.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige