Neuer Kinderbeauftragter im Kreis

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Carsten Stock, neuer Kinderbeauftragter im Kreis. Manchmal laut und unbequem, aber immer mit dem Ziel, den Anliegen der Kinder Gehör zu geben und sie ernst zu nehmen. Foto: cs

Unbequem sein zum Wohle der Kinder

Stormarn. Stormarn hat einen neuen ehrenamtlichen Kinderbeauftragten. Seit Ende Juni setzt sich Carsten Stock für das Wohl und die Belange der Kinder im Kreis Stormarn ein.
„Als Mittler zwischen Kommunen, als Brücke zwischen Verbänden, Institutionen und Erwachsenen“, heißt es offiziell auf der Kreisseite. Doch der Vater zweier Söhne ist weit mehr als ein Vermittler, er ist ein Mann der Tat, will bewegen und Dinge verändern – zum Besseren, versteht sich.
„Ich versuche unbequem zu sein, zum Wohle der Kinder. Wenn man allen gefällt, setzt man nichts durch“, so die Ansicht des 42-jährigen.
In der politischen Landschaft des Kreises ist Carsten Stock schon längst kein Unbekannter mehr. Als Elternvertreter ist er auf Kreis- und Landesebene tätig, ist Elternvorsitzender an der Stadtteilschule Bad Oldesloe und engagiert im Kindergarten. Auf sein Drängen hin sammelte man Unterschriften, gründetet eine Initiative und setzte eine Veränderung im Betreuungsschlüssel der Stadtteilschule durch. „Auf 400 Kinder sollten 0,7 Betreuer kommen. Das kann es ja wohl nicht sein“, ärgerte er sich. Jetzt sind es 3,5 Stellen und eine Mensa wurde ebenfalls gebaut. Den Mut, die eigene Meinung laut zu äußern, scheint Stock an seine Söhne weitergegeben zu haben. „Gegen das von mir ausgerufene Mensa-Projekt hat mein achtjähriger Sohn lautstark zu einer Schülerdemo auf dem Schulhof aufgerufen“, erzählt der stolze Vater. Der Grund, für die Zeit der Bauarbeiten wurde notgedrungen der Schulhof verkleinert, das passte dem Kleinen nicht.
Rückgrad ist wichtig im Leben, auch wenn die eigenen Ansichten nicht immer allen gefallen, ist das Motto, was er lebt und weitergibt.
Nach reichlich Bürokratie in den Anfangswochen will Stock jetzt aktiv in die Arbeit als ehrenamtlicher Kinderbeauftragter einsteigen. Der Ferienpass ist ein erstes Projekt, das er angehen möchte. Immer weniger kostenfreie Angebote, das sei seiner Ansicht nach am Thema vorbei. „Gerade Kinder aus finanzschwachen Familien sollten doch vom Ferienpass profitieren“. Außerdem möchte der gelernte Koch und Bäcker „Multikulturelle Begegnungstage für Kinder“ ins Leben rufen. 42.000 Kinder leben in Stormarn und kommen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen, aber alle sind stolz auf ihre Herkunft, die könnten viel voneinander und miteinander lernen, so Stocks Überlegungen.
Für ihn ist wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen im Kreis erfahren, dass er sich als Kinderbeauftragter für ihre Belange einsetzt. Sobald sich alles eingespielt hat, möchte Stock eine feste Sprechzeit einrichten, um auch so Anlaufstelle zu die Kinder und Jugendlichen zu sein. Carsten Stock ist unter c.stock@kreis-stormarn.de erreichbat.(cs)
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