Neuer Lärm-Atlas fertig

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Hier kann man sich nur die Ohren zu halten: Heinz Baade, Chef des Fachdienst Umwelt der Stadtverwaltung, an der Straße „An der Eilshorst“, direkt neben dem Ostring Foto: Fischer

Wo es in Ahrensburg besonders laut ist. Was die Stadt dagegen plant

Von Finn Fischer
Ahrensburg
Wer hier wohnt, muss sich während Barbeque und Gartenarbeit die Ohren zuhalten. Vor allem an der Straße „An der Eilshorst“ direkt am Ostring ist nicht gut Draußensitzen. In einem Lärmaktionsplan listet Heinz Baade von der Stadtverwaltung die lauten Ahrensburger „Hotspots“ auf.
„Die Stadt wächst und bald kommt ein neues Gewerbegebiet hinzu. Das sorgt für ein noch höheres Verkehrsaufkommen. Bei der Erstellung des Lärmaktionsplans müssen wir immer auch ein bisschen in die Zukunft schauen“, sagt Heinz Baade, Chef des Fachdienstes Umwelt der Stadt Ahrensburg.
Die EU verpflichtet die Gemeinden, alle fünf Jahre in einem Aktionsplan die Lärmschwerpunkte aufzulisten und zu beheben. Der liegt nun vor und kommt zu dem Ergebnis: an mehreren Orten besteht Handlungsbedarf. So empfiehlt der Lärmaktionsplan in der Carl-Barckmann-Straße und in der Lohe eine 30-Zone. In der Manhagener Allee wäre ein Nachtfahrverbot für Lastwagen denkbar.

Nordtangente soll entlasten


„Weitere Problemgebiete sind die Innenstadt und Hamburger Straße“, so Baade. Da gestalte sich eine kurzfristige Verminderung des Verkehrslärms aber schwierig. In der Lübecker Straße könnte die geplante Nordtangente zu einer Entlastung führen.
Auch die Öffentlichkeit war mit einbezogen worden. Die Resonanz war nicht sonderlich hoch. Nur fünf Bürger hatten Vorschläge eingebracht. Unter anderem Anwohner der Straße „An der Eilshorst“, direkt am Ostring. Hier rauschen täglich tausende Autos und Lastwagen an den Wohnhäusern vorbei. Der Verkehr auf dem Autobahnzubringer hat stark zugenommen.

Fluglärm nicht gemessen


„Mit einer weiteren Geschwindigkeitsbegrenzung oder Flüsterasphalt lässt sich hier wohl nichts mehr machen“, sagt Heinz Baade. Eigentlich gehört „An der Eilshorst“ bereits zu der Gemeinde Großhansdorf. Doch das immer höhere Verkehrsaufkommen ist sicherlich zum Großteil der Entwicklung der Stadt Ahrensburg geschuldet. Heinz Baade: „Wir wollen hier gemeinsam mit Großhansdorf eine Lösung erarbeiten. „Hier würde sich eher eine Lärmschutzwand anbieten“, sagt der Umweltexperte.
Der Lärmaktionsplan berücksichtigt ausschließlich Geräuschemissionen, die durch Straßenverkehr verursacht werden. Doch auch andere Lärmursachen machen vielen Ahrensburgern zu schaffen. „Fluglärm hat bei uns zur Zeit eine große Brisanz“, sagt Baade. Die Einflugschneise des Flughafen Fuhlsbüttel verläuft direkt über der Schlossstadt. „Wir messen den Geräuschpegel derzeit auf dem Rathausdach und auf dem Friedhof. Wenn die Daten tatsächlich eine Überschreitung der Grenzwerte ergeben sollten, muss sich die Politik über weitere Schritte Gedanken machen.“
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